Sport : Drittes Spiel, dritte Niederlage

Albas Basketballer verlieren in Valencia 72:87

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Berlin (ru). Die Vorzeichen waren schlecht vor dem Europaligaspiel des deutschen Basketballmeisters Alba Berlin bei Parmesa Valencia. Hatten die Gastgeber doch gegen Benetton Treviso mit 25 Punkten Unterschied gewonnen – und die Italiener standen in der vergangenen Saison im EuropaligaFinale. Alba hingegen hatte sich auf europäischer Ebene desolat präsentiert, gegen die schwächsten Gegner Villeurbanne und Wroclaw verloren. „Wir müssen jetzt eben jemanden überraschen“, hatte Albas Marko Pesic gesagt. Doch das klappte nicht, sein Team unterlag gestern 72:87 (37:43) gegen einen keineswegs überragenden Gegner.

Alba präsentierte sich zumindest in der ersten Halbzeit deutlich verbessert. Die Mannschaft trat endlich als solche auf, das spielfreie Wochenende und viele Gespräche nach der schwachen Leistung gegen Wroclaw wirkten sich positiv aus. Alba lag schnell 11:20 zurück und verlor das erste Viertel 20:28, doch der Deutsche Meister ließ sich von dem Rückstand nicht entmutigen. In der Offensive überzeugten die Berliner, in der Defensive aber kamen die Gastgeber zu einfachen Körben, zu häufig kamen sie frei zum Wurf. Doch im zweiten Viertel steigerte sich Alba in der Verteidigung, durch einen Dreipunktewurf von DeJuan Collins und drei Zähler von Marko Pesic glichen sie kurz vor der Pause erstmals aus – 37:37. Kaum hatten sie sich herangekämpft, ließ die Konzentration nach, Valencia machte sechs Punkte in Folge und ging mit einer 43:37-Führung in die Pause.

„Alba spielt sehr gut, jetzt ist es wichtig, einen draufzusetzen und nicht zufrieden zu sein mit der ersten Halbzeit“, sagte der verletzte Henrik Rödl als Studiogast des übertragenden Senders TV Berlin, „die Mannschaft hat den Respekt abgelegt und muss noch mehr kratzen und beißen.“ Doch dazu kam es nicht, die Spanier zogen immer weiter davon. Bei den Berlinern waren Collins, Mithat Demirel und Jovo Stanojevic schnell mit vier Fouls belastet und mussten Pausen auf der Bank einlegen. Außerdem verließ sich Alba zu sehr auf Würfe von außen und setzte sich zu selten unter dem Korb durch, besonders von Center Jovo Stanojevic kam zu wenig.

In der Schlussphase verhinderte Alba ein erneutes Debakel, doch die Mannschaft hatte keine Chance mehr, die Partie noch zu kippen. Im dritten Spiel war es die dritte Niederlage. Der Erfolgsdruck wird immer größer, nur die besten fünf Teams der Achtergruppe erreichen die Zwischenrunde. Da dürfte es kein Trost sein, dass sich Alba in Valencia besser geschlagen hat als Treviso.

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