Sport : Druck auf UCI-Chef steigt weiter Toursieger Greg LeMond kritisiert McQuaid scharf

Berlin - Mit deutlichen Worten hat der dreimalige Tour-de-France-Sieger Greg LeMond den Rücktritt vom Präsidenten des Weltradsportverbands UCI, Pat McQuaid, gefordert. „Ich möchte die Radsportwelt bitten: Helft mir, Pat McQuaid zu sagen, verpiss dich und trete zurück. Ich habe noch nie solch einen Missbrauch von Macht erlebt“, schrieb der 51 Jahre alte Amerikaner in einem offenen Brief, den er auf seiner Facebookseite veröffentlichte. Der umstrittene Ire McQuaid und sein Vorgänger Hein Verbruggen, seien das Problem des krisengeschüttelten Sports. „Du Pat und dein Kumpel Hein, Ihr habt den Sport zerstört.“ LeMond erklärte weiter: „Wenn du den Radsport liebst, trete zurück Pat. Trete zurück, auch wenn du den Sport hasst. Du bist der Inbegriff der Korruption.“

Eine weitere Ikone des Radsports hat unterdessen in eine andere Richtung Kritik geübt. Eddy Merckx, fünfmaliger Toursieger, hat die geständigen Radprofis für ihre belastenden Zeugenaussagen gegen Lance Armstrong scharf angegriffen. Er sei „angewidert“. „Ich bin wütend über die Fahrer, die mit den Ermittlern gesprochen haben“, sagte Merckx einer belgischen Zeitung. Der Zeitpunkt ihrer Aussagen sei zu spät gewesen. „Wenn ein Fahrer über fragwürdige Praktiken besorgt ist, ist es seine Pflicht, das zum Wohl der anderen anzusprechen.“ In der Vergangenheit hatte Merckx stets den nun lebenslang gesperrten Lance Armstrong unterstützt.

Zu dem wiederum äußerte sich am Rande der Streckenpräsentation der Tour de France 2013 am Mittwoch der letztjährige Sieger Bradley Wiggins. Er glaube nicht, dass Armstrong ein Geständnis ablegen wird: „Jeder weiß, dass er ein dickköpfiger Mann ist. Er hat zu viel zu verlieren.“ Er sei wütend, sagte der Brite weiter. „Armstrong ist wie der Weihnachtsmann. Wenn man älter wird, versteht man, dass es ihn nicht gibt.“ dpa/dapd

Armstrongs Stifung Livestrong: Seite 32

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