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Düsseldorf - Dortmund 1:2 : Fortuna wacht zu spät gegen den BVB auf

Fortuna Düsseldorf verliert zu Hause gegen eine B-Elf von Borussia Dortmund knapp mit 1:2 und gerät zusehends in Abstiegsgefahr. "Schade, dass wir es so weit haben kommen lassen", meint Angreifer Stefan Reisinger.

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Sahin jubelt, Schahin schaut zu: Während Dortmunds Nuri Sahin seinen Führungstreffer bejubelt, ist Düsseldorfs Danny Schahin (vorne) konsterniert wie seine Mitspieler.
Sahin jubelt, Schahin schaut zu: Während Dortmunds Nuri Sahin seinen Führungstreffer bejubelt, ist Düsseldorfs Danny Schahin...Foto: dpa

In dem ansehnlichen Menschenpulk, der am Samstag um kurz vor halb sechs den BVB-Bus belagerte, waren die Düsseldorfer Fans klar in der Überzahl. Die Champions-League-Strahlemänner aus Dortmund wurden vor ihrem Gastspiel im Rheinland geknipst, was das Zeug hielt. Eine gute Idee, denn auf dem Rasen war von den Akteuren, die am Mittwoch das große Real mit 4:1 zurück auf die Iberische Halbinsel geschickt hatten, nur Mats Hummels zu sehen. Alle übrigen Stammkräfte wurden für das Halbfinalrückspiel am Dienstag in Madrid geschont. Borussias B-Auswahl bekam ihre Chance – und nutzte sie.

 Mit ihrem 2:1-Erfolg drückten sie zugleich ihre Gastgeber noch tiefer in den Abstiegssumpf: Hoffenheim ist dem Team von Norbert Meier nun bis auf drei Zähler auf die Pelle gerückt, und Augsburg belegt zwar immer noch den Relegationsplatz, jetzt allerdings punktgleich mit Düsseldorf. „Schade, dass wir es so weit haben kommen lassen“, murmelte Angreifer Stefan Reisinger nach dem neunten sieglosen Spiel des Aufsteigers in Folge und erklärte nüchtern: „Wenn wir nie gewinnen, wird’s sowieso eng.“

 Bedient war auch Peter Frymuth, der unerfreuliche Parallelen erkannte. „Wir hätten früher die Ärmel hochkrempeln müssen – ähnlich wie schon beim letzten Spiel in Hamburg“, bemängelte Fortunas Vorstandschef. Und in dessen Analyse stieg Mittelfeldmann Axel Bellinghausen voll mit ein, als er schimpfend erklärte: „Und täglich grüßt das Murmeltier. Es kotzt mich nur an, momentan ist da totale Leere.“

 Die Heimsiege von Hoffenheim und Augsburg am Nachmittag machten den Fortunen vor allem in der Anfangsphase Beine. In den ersten zehn Minuten verdaddelten Bellinghausen, Ken Ilsö und Dani Schahin gute Gelegenheiten, dann fügte sich der Ersatzanzug der Gäste immer besser zusammen. Nach einem Fehler von Schlussmann Fabian Giefer traf BVB-Angreifer Julian Schieber zunächst per Kopf nur den Pfosten, eine Minute später aber leistete sich Giefer, der zu weit vor seinem Tor stand, gleich den nächsten Fehler – und Nuri Sahin traf aus 31 Metern zur Dortmunder Führung (20.).

 In der 69. Minute brachte BVB-Coach Jürgen Klopp mit Jakub Blaszczykowski und Robert Lewandowski zwei Stammspieler, 60 Sekunden später traf Blaszczykowski zum 2:0 – während für Lewandowski eine hübsche Serie (in zwölf Ligaspielen en bloc jeweils getroffen) endete. Erst nun wachte die Fortuna wieder auf, schaffte nach einer umstrittenen Situation im Strafraum (Handspiel von Hummels, 74.) durch Reisinger kurz vor Schluss noch das Anschlusstor. Mehr aber nicht, und so seufzte Trainer Meier lakonisch: „Es ist nicht schön für uns. Aber wo es schon oben in der Tabelle langweilig ist, wird es jetzt zumindest unten richtig spannend.“

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