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DVV-Pokal im Volleyball : BR Volleys nach 3:0 gegen TSV Herrsching im Halbfinale

Mit Wut und Wucht: Die BR Volleys stehen nach einem beeindruckenden Dreisatzsieg gegen den TSV Herrsching im Pokal-Halbfinale.

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Tomas Kmet kann abklatschen. Das war ein leichter Sieg für die Volleys.
Tomas Kmet kann abklatschen. Das war ein leichter Sieg für die Volleys.Foto: dpa

Armer Charly. Das DVV-Viertelfinalpokalspiel zwischen den BR Volleys und dem TSV Herrsching hatte noch nicht begonnen, da taten dem Maskottchen der Volleys schon die Patschen weh. Bei der Team-Vorstellung in Heimspielen klatschen sich die Berliner immer mit dem Plüschtiger ab. Dieses Mal fiel der Handschlag mit Charly besonders fest aus. Es musste Entschlossenheit demonstriert werden.

Volleys-Manager Kaweh Niroomand hatte seine Spieler heiß gemacht mit ein paar provozierenden Sprüchen. Der jüngste Sieg in der Bundesliga gegen die Netzhoppers sei durch eine desolate Leistung der Volleys zustande gekommen, sagte er. Zudem erinnerte er daran, dass der letzte Titelgewinn im DVV-Pokal 15 Jahre zurückliege.

Es gab als ein paar Gründe für die Spieler der Volleys, etwas aggressiver und wuchtiger als im Spiel gegen die Netzhoppers aufzutreten. Und im Nachhinein muss man sagen, dass die Volleys sich die Sticheleien ihres Managers so gar nicht gefallen lassen wollten. Dem "desolaten" 3:1-Sieg gegen die Netzhoppers folgte vor 2139 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle ein ziemlich beeindruckender 3:0 (25:9, 25:19, 25:16)-Erfolg gegen den Klub aus Bayern.

Im Halbfinale haben die Berliner wieder Heimrecht

Auch den Herrschingern dürften die Hände geglüht haben angesichts der Härte der Berliner Angriffsschläge. Für den Gewinn des ersten Satzes benötigten die Volleys gerade einmal eine Viertelstunde, 25:9 lautete das Ergebnis. Überragender Spieler war Tsimafei Zhukouski, dessen Zuspiele enorm präzise und obendrein für die Gäste nicht vorhersehbar waren. In den Sätzen zwei (25:19) und drei (25:16) konnten die Berliner dieses fulminante Tempo nicht ganz halten. Dennoch wirkten die Spieler des TSV Herrsching mit ihren marketingträchtigen Lederhosen-Outfits ratlos und bedröppelt wie erschöpfte Oktoberfest-Besucher. Nach etwas mehr als einer Stunde war das Spiel schon vorbei. Bei den Volleys tat sich neben Zhukouski vor allem Nicolas Le Goff hervor. Der Franzose wurde schließlich zum wertvollsten Spieler des Spiels gewählt.

Wenige Minuten nach Spielschluss brandete dann noch einmal Jubel in der Halle auf. Eishockey-Legende Sven Felski agierte als Losfee und bescherte den Berlinern ein Heimspiel im Halbfinale. Gegner sind die United Volleys RheinMain, die Titelverteidiger VfB Friedrichshafen überraschend mit 3:1 bezwangen. Niroomand sprach von einem "idealen Los". Auch Charly applaudierte etwas verhalten.

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