Dynamo Dresden : Angst vor Randale beim Spiel gegen Union Berlin

Nach den Ausschreitungen vor einer Woche verschärft Dynamo Dresden zum Heimspiel gegen Union Berlin die Sicherheitsvorkehrungen. Die Fanblöcke würden videoüberwacht, so Geschäftsführer Volkmar Köster.

Dresden - Weil die Polizei dies nicht dürfe, würden die verdeckten Ermittlungen vom Sicherheitsdienst des Vereins übernommen, sagte Köster. Er nannte die Begegnung am Samstag ein "sehr, sehr brisantes Spiel". Der Verein werde alles unternehmen, um für Ruhe, Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Dresden erwartet zum ersten Mal in dieser Saison ein mit 20.000 Zuschauern ausverkauftes Stadion. Aus Sicherheitsgründen müssen zehn Prozent der Stadionplätze unbesetzt bleiben. Im Vorverkauf wurden nach Vereinsangaben bis Freitagmittag etwa 17.500 Karten abgesetzt. An Anhänger von Union Berlin seien davon 2200 Tickets gegangen.

Köster kündigte an, dass der Verein bei Störern keine Gnade walten lassen wolle. So habe Dynamo denjenigen, der beim Auswärtsspiel in Lübeck am 13. Oktober ein bengalisches Feuer entzündete, ermitteln können. Gegen ihn sei inzwischen ein fünfjähriges Stadionverbot verhängt worden. Zudem werde eine zivilrechtliche Klage angestrebt, damit er für die Vereinsstrafe aufkommt.

Am Donnerstag hatte es ein Gespräch zwischen Deutschem Fußball-Bund (DFB) und der Vereinsspitze in der Frankfurter DFB-Zentrale gegeben. Das Treffen war nach Ausschreitungen am Rande des Auswärtsspiels von Dynamo bei der zweiten Mannschaft von Hertha BSC am Freitag vergangener Woche anberaumt worden. Bei den Krawallen waren unter anderem 23 Polizeibeamte verletzt worden. (tso/ddp)

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