Sport : Ebert bleibt bei Hertha und zahlt Strafe

Berlin - Patrick Ebert hat jetzt einiges geklärt: Er bleibt bei Hertha BSC, und er wird wohl seinen Strafbefehl wegen Sachbeschädigung akzeptieren. Sein Verein verkündete dies gestern in einer Pressemitteilung. Zum Sportlichen: Der 23-jährige Mittelfeldspieler, der in der vergangenen Saison lange bloß noch Ersatz war, hat einen neuen Einjahresvertrag für die Zweite Liga unterschrieben. Sollte Hertha aufsteigen, verlängert sich Eberts Vertrag um ein weiteres Jahr. „Das, was wir als Mannschaft im letzten Jahr verschuldet haben, will ich helfen, wiedergutzumachen. Für dieses Ziel werde ich alles tun“, wird Ebert zitiert. Er spielt seit 1998 bei Hertha.

Zum Juristischen: Offenbar will er sich ganz auf den Sport konzentrieren, deshalb wird er wohl den Einspruch gegen seinen Strafbefehl zurückziehen. Ebert und sein ehemaliger Mitspieler Kevin-Prince Boateng stehen in Verdacht, am frühen Morgen des 18. März 2009 nach einer Geburtstagsfeier in Berlin-Wilmersdorf bei mehreren Autos Spiegel abgetreten und diverse Lackschäden verursacht zu haben. Zeugen wollen sie dabei beobachtet haben.

Wird der Strafbefehl gültig, muss der Spitzenverdiener Ebert 50 000 Euro bezahlen. Damit aber würde ihm auch eine Verhandlung vor dem Amtsgericht Tiergarten erspart. „Wir als Verein stehen dieser Entscheidung positiv gegenüber. Damit ist das Thema für uns erledigt“, sagte Herthas Pressesprecher Gerd Graus dem Tagesspiegel. Bei Hertha hatte die Geschichte einige Unruhe ausgelöst.

Wenn Ebert den Strafbefehl offiziell akzeptiert hat, wird nur Kevin-Prince Boateng vors Amtsgericht geladen. Denn Boateng hat seinen Strafbefehl über 56 000 Euro nicht akzeptiert und Einspruch dagegen eingelegt. Wann die Verhandlung stattfindet, ist unklar. Boateng spielt gerade bei der Weltmeisterschaft in Südafrika für Ghana. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben