ECC PREUSSEN : Neue Liga, neue Arena, neues Glück?

Durch die Eisbären ist das Berliner Eishockey gerade in Finalstimmung. Doch weiter westlich in Berlin entwickelt sich auch etwas: Dem Traditionsverein ECC Preussen ist der Aufstieg in die dritte Liga gelungen. „Dort wollen wir uns jetzt festsetzen“, sagt Vizepräsident Thomas Leonhardt. Bescheidenheit ist angesagt, denn im Laufe der vergangenen Jahre hat der heutige ECC Preussen mehrmals Insolvenz angemeldet und stand dadurch oft vor dem Aus aus dem professionellen Eishockeybetrieb.

Sportlicher Misserfolg und Misswirtschaft prägten das Vereinsbild. Dabei ist der ECC der Nachfolgeverein des Deutschen Eishockey-Rekordmeisters „Berliner Schlittschuhclub“ und der „Berlin Capitals“ – und damit ein Erbe der West-Berliner Eishockey-Tradition.

Der vergangene Woche geglückte Aufstieg gegen Erfurt lässt die Preussen auf bessere Zeiten hoffen. 1462 Zuschauer in der Deutschlandhalle sangen zur Unterstützung die neue Hertha-Hymne „Hey, das geht ab, wir holen die Meisterschaft“. Als diese zum ungefähr 30. Mal ertönt war und der Aufstieg geschafft war, feierten sich die Spieler des ECC gegenseitig mit Champagner, Bier und Zigarren. Solche Szenen wird man in der Deutschlandhalle zum letzten Mal gesehen haben, die traditionsreiche Halle am Messegelände soll in diesem Jahr abgerissen werden. Die Preussen müssen sich also für die kommende Saison eine neue Spielstätte suchen. Bisher gibt es dafür keine konkreten Optionen. Die Arena der Eisbären wird aber wohl noch eine ganze Weile zu groß für die Preussen sein. Johannes Rabolt

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