Sport : Effektivität schlägt Engagement

Frankfurt überzeugt in Wolfsburg, verliert aber 0:1

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Wolfsburg (dpa). Eintracht Frankfurt hat seine schwarze Serie beim VfL Wolfsburg fortgesetzt und steht nach dem 0:1 (0:1) vor dem erneuten Abstieg aus der FußballBundesliga. Auch im vierten Punktspiel in Wolfsburg blieben die Frankfurter am Samstag ohne Punkt und ohne Tor und liegen weiter auf dem vorletzten Platz. Für die wenig überzeugenden Wolfsburger, die sich damit endgültig aus dem Abstiegskampf verabschiedet haben, traf Diego Klimowicz (18. Minute).

Nach fünf Spielen Sperre saß Eintracht Frankfurts Trainer Willi Reimann in Wolfsburg erstmals wieder auf der Bank und musste mitansehen, wie seine Mannschaft zwar aggressiver und engagierter auftrat als der Gastgeber, aber daraus zu wenig machte.

Trotz technischer Unterlegenheit hatten die Frankfurter mehr vom Spiel und erarbeiteten sich auch mehr Chancen. Gleich nach sechs Minuten scheiterte Markus Kreuz mit einem Schuss aus der Nahdistanz an VfL-Keeper Simon Jentzsch. Nach einer halben Stunde vergaben der für Du-Ri Cha eingewechselte Markus Beierle und kurz danach Ervin Skela. Die besten Chancen in der zweiten Halbzeit hatten Alexander Schur, dessen Kopfball (70.) von Thomas Rytter auf der Linie weggeschlagen wurde, und Chris (84.), ebenfalls per Kopf. Für wenig Schwung sorgte hingegen Ioannis Amanatidis, der nach abgelaufener Rot-Sperre erstmals wieder mitspielte und in der 51. Minute bei einem Kopfball seine beste Chance besaß. Allerdings bekam der griechische Nationalspieler wenig verwertbare Pässe.

Die Wolfsburger zeigten sich effektiver. Gleich bei der ersten Einschussgelegenheit traf Klimowicz. Der Argentinier sprang höher als Eintrachts Torwart Oka Nikolov und drückte per Kopf die schöne Flanke von Martin Petrow zu seinem 14. Saisontreffer ein.

Überzeugen konnten die Wolfsburger aber nicht. Zu behäbig trat der Gastgeber in der Volkswagen-Arena auf und verlor im Mittelfeld zu häufig den Ball. Andres D’Alessandro zeigte einige gute Ansätze beim Spielaufbau, trennte sich jedoch meistens zu spät vom Ball. Der Argentinier präsentierte sich zu verspielt und konnte das Spiel nicht lenken. Gelungene Kombinationen blieben die Ausnahme.

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