• Effenberg: Bayern wird Meister Wolfsburger gönnt Münchnern den Titel – aber nicht die Punkte

Sport : Effenberg: Bayern wird Meister Wolfsburger gönnt Münchnern den Titel – aber nicht die Punkte

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München (dpa). Stefan Effenberg spielt wieder im Olympiastadion. Als Gegner der Bayern. Das Spiel seines neuen Arbeitgebers VfL Wolfsburg am Samstag beim FC Bayern München ist eine emotionale Angelegenheit. Einzig Effenberg zeigt nur wenig Sentimentalität: „Gänsehaut wird es bei mir nicht verursachen“, sagt der 34Jährige. „Aber irgendein Spiel ist es sicher auch nicht.“ Wie gewohnt ist Effenberg selbstsicher und mit einem Unentschieden keinesfalls zufrieden: „Wir wollen die Bayern schlagen.“ Den Titel gönnt er seinen alten Kameraden aber durchaus: „Auch wenn wir gewinnen, wird Bayern Meister“, sagt der Wolfsburger Spielmacher.

Das Wiedersehen mit Effenberg löst bei den Bayern ein zwiespältiges Gefühl aus. „Stefan ist herzlich willkommen, aber die Punkte bleiben hier“, meinte Chefcoach Ottmar Hitzfeld. Dagegen ist Verteidiger Thomas Linke vor der Begegnung auch etwas bange: „Er freut sich, nach München zu kommen – mehr als andersherum.“

Erstmals wird es zum direkten Vergleich mit seinem Nachfolger Michael Ballack kommen. Prompt meldete sich Ballack mit einigen spitzen Bemerkungen über seinen Vorgänger zu Wort. „Er hat mehr Erfahrung und mehr Erfolge – weil er älter ist. Und er hat viel Medieninteresse auf sich gezogen, in schlechten Zeiten konnte sich mancher Spieler hinter ihm verstecken. Aber er hat das vielleicht gebraucht, das war seine Masche“, sagte Ballack in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ vom Freitag.

Die Vergleiche mit Effenberg scheut Ballack nicht. „Das passiert permanent. Nur wird nie die Leistung verglichen, sondern immer nur die Außendarstellung“, sagte der 26-Jährige. Nach seiner Knöchelverletzung, die ihm im letzten Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen den RC Lens (3:3) zu einer Pause zwang, will Ballack gegen Wolfsburg wieder zum Einsatz kommen.

Passend zum großen Auftritt in München machte Effenberg wieder Schlagzeilen abseits vom Fußballplatz. „Effe allein in Wolfsburg“, titelte „Bild“ und berichtete vom Auszug seiner Lebensgefährtin Claudia Strunz. Der als bieder geltende VfL Wolfsburg hat erneut die Aufmerksamkeit, die er sich durch die Verpflichtung Effenbergs versprochen hatte. Ein halbes Dutzend Kamera-Teams und mehr als 30 Journalisten tummelten sich auf dem sonst beschaulichen VfL-Gelände. So ganz geheuer scheint dem Verein die Aufregung aber doch nicht zu sein. Manager Pander blockte alle Fragen zu Effenbergs Privatleben ab. „Wir reden hier über Fußball, damit das klar ist“, sagte er.

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