Sport : Effenberg: Bayerns Kapitän fällt für Wochen aus

Schwerer Schlag für den FC Bayern München und seinen Kapitän Stefan Effenberg. Drei Tage vor dem Saisonstart der Fußball-Bundesliga musste sich der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler völlig überraschend einer Achillessehnen-Operation in einem Münchner Klinikum unterziehen und fällt mindestens für zwei Monate aus. Neben Effenberg muss der Deutsche Meister am Sonnabend gegen Hertha BSC bereits auf Giovane Elber (Mittelfußbruch), Paulo Sergio (Muskelfaserriss in der Wade), Thomas Strunz (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Bixente Lizarazu (Trainingsrückstand) verzichten.

Effenberg litt seit dem Ende der vergangenen Saison an einer chronischen Reizung der rechten Achillessehne, war seit einer Woche nach eigenem Bekunden allerdings schmerzfrei. Erst am Dienstag hatte er im letzten Test vor der Bundesliga beim Regionalligisten FC Erzgebirge Aue (6:2) ein gelungenes Comeback gegeben und sogar ein Tor geschossen. Am Morgen danach aber spürte er wieder Schmerzen. Statt ins Mannschaftstraining begab er sich zu Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der nach eingehender Untersuchung einen Einriss der rechten Achillessehne diagnostizierte. In der Operation soll die verletzte Sehne nun geflickt und verstärkt werden. Schon zuvor hatte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld Effenberg aus dem Aufgebot gegen Hertha BSC gestrichen. "Ich verzichte am Samstag noch auf ihn, das ist besser für seine Gesundheit. Ich werde kein Risiko eingehen. Ich bin mit seinem Fitness-Zustand zufrieden, aber für die Bundesliga reicht es noch nicht", begründete Hitzfeld seine Entscheidung. Da ahnte er allerdings noch nicht, dass es um seinen Kapitän ernster stand als befürchtet.

Auch Welt- und Europameister Bixente Lizarazu wird den Bayern noch länger fehlen. Der französische Abwehrspieler, der erst vor zehn Tagen ins Training eingestiegen war, ist noch nicht fit und muss bis 16. August ohnehin noch zweimal für die französische Nationalmannschaft spielen.

Trotz der Verletzungsserie blieb Ottmar Hitzfeld am Mittwoch ruhig und gelassen. "Die Mannschaft hat ohne die Verletzten schon in der Vorbereitung bewiesen, was sie drauf hat. Wir haben genügend Alternativen", sagte der Trainer. Eine zusätzliche Belastung durch die Favoritenstellung in der Bundesliga sah er nicht. "Wir sind immer der Favorit, deshalb haben wir keinen Druck. Wenn wir gegen Hertha 1:0 gewinnen, sind alle zufrieden."

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