Sport : Effenberg steht vor Comeback

Stefan Effenberg steht nach dreieinhalb Monaten Verletzungspause vor einem Comeback beim FC Bayern München. Der Mittelfeld-Regisseur nimmt wieder am Mannschaftstraining teil und arbeitet auf einen Einsatz im Auswärtsspiel am 17. November bei Werder Bremen hin. "Es sind noch zehn Tage bis zum Werder-Spiel. Bis dahin werden wir intensiv unter Wettkampfbedingungen trainieren", sagte Ottmar Hitzfeld am Mittwoch. "Es sieht sehr gut aus." Effenberg hatte mehrere Monate wegen einer Fußentzündung pausieren müssen. "Stefan fehlt noch etwas die Spielpraxis und der Rhythmus. Deshalb werden wir im Training improvisieren", erklärte Hitzfeld. Unabhängig vom Comeback steht nach der Verpflichtung Sebastian Deislers von Hertha BSC der Abschied des Mittelfeld-Stars von den Bayern zum Saisonende fest.

Ein Zeitpunkt für ein Comeback der weiteren Langzeitverletzten, Mehmet Scholl, Jens Jeremies und Niko Kovac, steht noch nicht fest. Scholl hatte zuletzt fünf Tage frei und soll weiter Aufbautraining betreiben, so Hitzfeld. Zudem sind bei den Bayern derzeit Giovane Elber (Kniebeschwerden), Roque Santa Cruz (Bänderriss) und Bixente Lizarazu (Muskelprobleme) verletzt.

Unterdessen reagierten die Bayern in der Auseinandersetzung um Elber gelassen auf Drohungen des brasilianischen Verbandes. "Das ist überhaupt kein Problem. Wir sind im Recht. Wir kennen die Statuten und haben dementsprechend gehandelt", sagte Hitzfeld. Am Vortag hatte sich der Streit zwischen Brasiliens Verband CBF und den Münchnern zugespitzt. Die Südamerikaner hatten angekündigt, beim Weltverband Fifa "energische Strafmaßnahmen" zu beantragen, weil der deutsche Rekordmeister den Stürmer nicht für das WM- Qualifikationsspiel gegen Bolivien freigegeben hatte. Der Verband hatte argumentiert, dass der Spieler sich trotz der Verletzung in Brasilien präsentieren müsse.

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