Sport : EHC Eisbären beim Continental-Cup zweimal nur unentschieden

Claus Vetter

Die Rückkehr auf die internationale Bühne hatte man sich beim EHC Eisbären glorreicher vorgestellt. Die Träume vom Gewinn des Continental-Cups reduzierten sich für die Berliner am Montagabend auf ein Minimum. Dem 1:1 der Eisbären gegen Ambri-Piotta ließ die Mannschaft von Trainer Peter John Lee auch gegen HKM Zvolen ein Unentschieden folgen. Nur bei einem Sieg von Zvolen über Ambri-Piotta blieb den Berlinern die Möglichkeit, durch einen eigenen Erfolg im letzten Spiel gegen Bars Kazan doch noch den Continental-Cup zu holen (beide Partien bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet). Die besten Chancen auf den Turniersieg hatten die Schweizer: Ambri-Piotta hatte am Montag überraschend klar mit 7:3 gegen Kazan gewonnen.

Freunde hoher Eishockeykunst wurden auch am Montag unter den 3010 Zuschauern im Sportforum nicht übermäßig gut bedient. Wie schon im Spiel gegen Ambri-Piotta zeigten sich die Eisbären wenig einfallsreich. Zvolen hingegen, am Vortage noch Kazan mit 0:7 unterlegen, mühte sich redlich. Bereits in der 13. Minute wurden die Slowaken belohnt, Sechny gelang der Führungstreffer. Erst in der 28. Minute schoss Pyka den Ausgleich. Fünf Minuten vor Ende ging Zvolen durch Voskar erneut in Führung. Kurz vor der Schlussirene konnte Eisbären-Kapitän Fortier egalisieren. Zufrieden konnten die Berliner damit nicht sein, die Chance auf den Turniersieg war nach dem zweiten Unentschieden wohl verspielt.

Trotz der mäßigen Darbietungen auf dem Eis war Trainer Peter John Lee um positive Erkenntnisse reicher. Gleich fünf Stammspieler hatten am Montag gefehlt. Zwar war Bullard wieder mit von der Partie, dafür musste Govedaris passen. Angesichts der Verletztenmisere bekamen andere ihre Chance, zum Beispiel Verteidiger Nils Watzke, sonst bei den Eisbären-Juniors in der Oberliga aktiv. Der 18-Jährige bot bei seiner Premiere in der ersten Mannschaft der Eisbären eine überzeugende Leistung, sehr zu Freude von Lee. "Schön zu sehen, wie sich Watzke präsentiert hat", meinte der Trainer. "Wir werden seine Entwicklung in den nächsten Monaten genau beobachten. Der Junge hat viel Potenzial, davon bin ich zu 100 Prozent überzeugt."

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