Sport : Ehemaliger Fecht-Bundestrainer kommt mit Geldstrafe davon

Emil Beck kommt im Betrugsverfahren um staatliche Fördermittel mit einer Geldbuße davon. Die Staatsanwaltschaft Mosbach teilte mit, sie habe das Ermittlungsverfahren gegen den früheren Fecht-Bundestrainer eingestellt. Der 64-Jährige muss den Schaden in Höhe von 6000 Mark begleichen. Zudem muss er dieselbe Summe an eine gemeinnützige Einrichtung entrichten. Laut der Behörde akzeptiert Beck diesen Vorschlag. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen ihn wegen des Verdachts auf Betrug und Urkundenfälschung ermittelt.

Die Abrechnung der Fördermittel und die erfolgten Manipulationen wurden, so Oberstaatsanwalt Herbert Heister, "nicht persönlich von Beck vorgenommen". Trotzdem hatte er als Leiter des Fechtzentrums Tauberbischofsheim die Verantwortung dafür - auch im strafrechtlichen Sinn. Die Staatsanwaltschaft warf Beck deshalb Anstiftung zum Betrug vor. Die für die Abrechnungen zuständigen Mitarbeiterinnen wurden ebenfalls mit einer Geldstrafe belegt.

Die Ermittlungen haben ergeben, dass jeweils ein Jahr fünf Fechter als B-2-Kader-Mitglieder geführt wurden, obwohl sie diesem nicht angehörten. Daraus ergab sich ein Schaden von 6000 Mark. Diese unzulässig erhaltenen Fördermittel seien ausnahmslos in den Fechtsport investiert worden. "Persönliche Bereicherungen sind nicht festgestellt worden", sagte Heister. Die Ermittlungen erstreckten sich jedoch nur auf den Zeitraum ab Mitte 1994, da mögliche frühere Verfehlungen verjährt sind. Insgesamt wurden 29 Fechter vernommen, und das Fechtzentrum wurde durchsucht. Beck, der zum 1. August seinen Posten als Olympiastützpunktleiter zur Verfügung stellt, stimmt dem Abschluss des Verfahrens zu, "damit wieder Ruhe im Fechtzentrum einkehrt".

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