Sport : EHF-Pokal für Magdeburgs Handballer

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Magdeburg - Die Handballer des SC Magdeburg haben ihr Final-Trauma von 2005 überwunden und zum dritten Mal nach 1999 und 2001 den EHF-Pokal gewonnen. Angeführt vom überragenden Schlussmann Silvio Heinevetter setzte sich der Bundesligist am Sonntag im Finalrückspiel gegen den spanischen Club CAI Aragon mit 31:28 (11:10) durch, nachdem sich die Mannschaft von Trainer Bogdan Wenta bereits im Hinspiel ein 30:30 erkämpft hatte. Der Champions-League-Sieger von 2002 feierte den neunten internationalen Titel seiner Vereinsgeschichte. Auf europäischer Bühne ist nur noch der deutsche Rekordmeister VfL Gummersbach mit zehn Siegen erfolgreicher. Bester Magdeburger Werfer vor 7838 begeisterten Zuschauern in der ausverkauften Bördelandhalle war Grzegorz Tkaczyk mit sechs Toren.

„Das war so ziemlich der einzige Titel, der möglich war für uns“, sagte Stefan Kretzschmar. „Ich muss mich jetzt richtig freuen und es auskosten, denn in absehbarer Zeit wird dies wohl nicht mehr möglich sein.“ Damit hat sich das Desaster vom 7. Mai 2005 – damals verlor der SC Magdeburg gegen TuSEM Essen nach einem 30:22-Hinspielsieg in letzter Sekunde noch den Titel (22:31) – nicht wiederholt. „Wir werden zwei Tage durchtrinken, danach wollen wir noch den Champions- League-Platz holen“, meinte Weltmeister Oliver Roggisch nach dem Triumph.

Erst in der dritten Minute eröffnete Kretzschmar mit einem Rückhandwurf den Torreigen. Aber wer geglaubt hatte, die Gastgeber würden zu einem Sturmlauf ansetzen, wurde enttäuscht. In der Offensive gelang so gut wie nichts. Allein Torhüter Silvio Heinevetter war es zu verdanken, dass Aragon nach einer 8:5-Führung nicht noch weiter davon zog. Auch nach dem Wiederanpfiff war es erneut Heinevetter, der mit vier Glanzparaden seine Mannschaft im Spiel hielt.

Beim 21:17 konnten sich die Magdeburger erstmals mit vier Toren absetzen, verpassten es anschließend durch eigene Unzulänglichkeiten aber, frühzeitig sich abzusetzen. Erst drei Minuten vor Schluss erzwangen Yves Grafenhorst und Christian Sprenger mit zwei Kontern hintereinander die Vorentscheidung.

„Davon habe ich mein ganzes Leben geträumt“, sagte Christoph Theuerkauf. „Ich habe früher als Fan mitgejubelt. Jetzt kann ich alles selber mitmachen.“ dpa

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