Sport : Eigene Arena für WM im Straßenfußball

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Berlin Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wird in Berlin in einem völlig neuartigen Stadion stattfinden. Das Feld ist so klein wie ein Dorfplatz, dafür haben die Teams nur vier oder fünf Jugendliche als Spieler. Der extra entworfene Neubau soll am 1. Juli 2006 auf dem Mariannenplatz in Kreuzberg stehen. Nicht nur zum Finale eine Woche später werden dort 2000 Zuschauer erwartet. Damit ist die aus 40 umgebauten Containern bestehende, dreistöckige Arena voll besetzt, in der am Tag vor dem Finale der großen WM im Olympiastadion die Straßenfußballer ihren eigenen Weltmeister feiern werden. Beim „streetfootballworld festival 06“ treten 24 Teams von sozialen Straßenfußball-Projekten aus der ganzen Welt gegeneinander an, das Festival ist Teil des offiziellen Kulturprogramms der WM der Profis. Künstler und Architekten gestalten das Gelände, auf dem sich die Projekte vorstellen.

Die Straßenfußball-WM gehört zum Langzeitprojekt „streetfootballworld“, in dem sich unterschiedliche Projekte – beispielsweise aus Ruanda, Afghanistan oder den USA – vernetzen und voneinander lernen. Träger ist die Stiftung Jugendfußball mit ihrem Präsidenten Jürgen Klinsmann, Unterstützung kommt unter anderem vom Bund. Und für die Arena auf dem Mariannenplatz vom Bezirk. „Hier kann sich der Stadtteil einmal international anders präsentieren als am 1. Mai“, sagt Cornelia Reinauer (PDS), die Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg. „Es gibt in Berlin eigentlich keinen anderen Ort, wo man das machen kann“, sagt Jürgen Griesbeck, der Geschäftsführer von „streetfootballworld“. Der Stadtteil passe mit seiner internationalen Vielfalt zu dem Festival.

Noch fehlt der Name für die U-förmige Arena, die intensive Stimmung erzeugen soll. Den könnte sich ein Sponsor kaufen, denn die Container kosten 300 000 Euro. Die Konstruktion ist so flexibel wie Fußball auf der Straße und so nachhaltig angelegt wie das Projekt: Sie wird wieder abgebaut und in Teilen oder ganz wieder verwendet. Spätestens bei der WM 2010 in Südafrika. klapp

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