Sport : Ein befreiender Schlag? Stimmen zu Ullrichs Erklärung

NAME

Rudolf Scharping (Bundesverteidigungsminister, SPD-Sportexperte und Radsportfan): „Das war ein ganz böser Schlag - ich würde sagen in die Magengrube. Es wird schwer für Jan Ullrich werden, die Kraft und Konzentration aufzubringen, sich da durchzuarbeiten. Aber solche Schläge können auch befreiend wirken.“

Werner Franke (Molukularbiologe und Doping-Experte): Ich fordere den Staatskonzern Telekom auf, auf Jan Ullrich einzuwirken, dass er den n der Person nennt, die ihm diese Tabletten gegeben hat. Schließlich reden wir hier von einem Verstoß sowohl gegen das Betäubungsmittel- als auch das Arzneimittelgesetz.

Sylvia Schenk (Präsidentin des Bundes Deutscher Radfahrer): Wir werden Jan Ullrich auch in dieser schwierigen Situation nicht fallen lassen. Ich bin sehr froh, dass er diesen Schritt gewählt hat und an die Öffentlichkeit getreten ist.

Hubert Hörterer (Ärztlicher Direktor in Jan Ullrichs Rehabilitations-Klinik): Es ist kein Doping im Sinne leistungssteigender Stimulanzien gewesen. Es wäre auch völliger Blödsinn, in der Rehabilitations-Phase Aufputschmittel zu nehmen, um sich leistungsfördernd zu stimulieren. Das würde eher das Gegenteil bewirken. Sein Zustand lässt nicht zu, vor Ende des Jahres Radsport im Hochleistungsbereich zu betreiben. Er ist ganz unten, weil er zweimal ganz hart auf die Nase gefallen ist.

Jürgen Kindervater (Kommunikationsdirektor beim Team Telekom): Ich glaube nicht, dass wir Jan zu wenig betreut haben, wir haben ihn höchstens zu viel betreut. Wir haben jetzt sehr viel Arbeit mit Jan, aber er hat auch Anspruch darauf.

Olaf Ludwig (Sprecher des Team Telekom): Das nachgewiesene Amphetamin sollte ihm kein Leistungshoch bringen, sondern ihn aus einem Stimmungstief holen. Das war kein Doping. Er hat sich einen Augenblick vergessen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben