Sport : Ein bisschen Hoffnung

Die Ski-Damen sind vorn, Andreas Ertl überrascht

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Lenzerheide/Alta Badia (Tsp). Auch wenn Hilde Gerg nach ihrem Kreuzbandanriss noch weit davon entfernt ist, an noch junge Erfolge anzuknüpfen, ist bei Deutschlands alpinen Skiläufern die Stimmungslage gut. In der Tat erwecken die Ergebnisse dieses Wochenendes Hoffnungen für die kommende Weltmeisterschaft, auch bei den sonst so hoffnungslos abgeschlagenen Männern. Dafür sorgte Andreas Ertl mit seinem elften Platz beim Riesenslalom im italienischen Alta Badia. Fast zur gleichen Zeit belegten Martina Ertl und Maria Riesch in Lenzerheide/Schweiz in der Kombination, die von der auch im Weltcup führenden Janica Kostelic aus Kroatien gewonnen wurde, die Plätze zwei und drei, Monika Bergmann wurde im Slalom Vierte vor Annemarie Gerg.

Nachwuchsstar Maria Riesch freute sich diebisch über ihren ersten Podestplatz. Trotzdem kommentierte die 18Jährige ihre Leistung auch kritisch. „Das ist schon super, obwohl ich im Slalom wirklich schlecht gefahren bin.“ Auch Annemarie Gerg verbuchte als Fünfte ihr bestes Weltcup-Resultat. „Ich bin in der Form meines Lebens. Ich merke, dass es immer besser geht“, sagte sie trotz Fehlern im zweiten Lauf. Martina Ertl verbesserte sich durch ihren zweiten Platz in diesem Winter in der Gesamt-Weltcupwertung auf den fünften Rang.

Bei den Männern haben Österreichs Skifahrer ohne ihren verletzten Superstar Stephan Eberharter das Siegen verlernt. Andreas Ertl kommt im WM-Winter hingegen immer besser in Schwung. Der 27-Jährige aus Lenggries schaffte mit seinem elften Rang bereits zur Hälfte die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Februar. „Ich habe alles riskiert, und es ist zum Glück alles aufgegangen“, sagte Ertl, der mit der hohen Nummer 51 gestartet war. „Das war für alle ein schönes Weihnachtsgeschenk“, sagte Cheftrainer Martin Oßwald, „ein Riesenkompliment an Andreas. Auf dem schwierigsten Hang der Welt hat er gezeigt, was er drauf hat.“ Die deutschen Abfahrer dagegen fahren weiterhin hinterher. In Gröden musste sich Max Rauffer (Leitzachtal) mit dem 25. Rang begnügen.

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