Sport : Ein Block aus Belgrad

SCC-Volleyballer leisten sich eine Verstärkung

Karsten Doneck

Berlin – Noch sitzt Caslav Perosevic in Belgrad. Er wartet auf eine Arbeitserlaubnis aus Deutschland. Sobald die Papiere bei ihm eingetroffen sind, wird er nach Berlin fliegen. Dort soll der 25-Jährige künftig für den Deutschen Volleyball-Meister SC Charlottenburg spielen. SCC-Trainer Mirko Culic hatte Manager Kaweh Niroomand Mitte der vorigen Woche dringlich gebeten, für die Mittelblocker-Position Verstärkung zu besorgen und ihm dabei gleich Perosevic als geeigneten Mann empfohlen.

Ursprünglich hatte der SCC, dem zur Deckung seines 600 000-Euro-Haushalts noch 20 bis 30 Prozent fehlen, kein Geld mehr für Spielereinkäufe übrig. Doch da Jan Günther nach seinem Meniskusabriss frühestens Anfang nächsten Jahres wieder in gewohnter Form aufs Spielfeld zurückkehren wird, machte Culic Handlungsbedarf geltend. Dem SCC wurde die Transferentscheidung auch deshalb erleichtert, weil der Klub zwei neue, kleinere Sponsoren hinzugewinnen konnte. „Wir konnten unser Etatloch zwar nicht verringern, aber es ist jetzt auch nicht größer geworden“, sagt Niroomand.

Perosevic, dessen Stärken im Block liegen sollen, gehörte mal zum erweiterten Kader der jugoslawischen Nationalmannschaft. Er stand zuletzt in Griechenland unter Vertrag – und hatte jetzt die Wahl: Neben dem SCC buhlte auch ein Klub aus Katar um seine Dienste. Culic überzeugte ihn vom Wechsel nach Berlin. Der SCC-Trainer riet ihm: „In Katar kannst du spielen, wenn du 35 bist, jetzt bist du aber erst 25.“ Sein Debüt soll Perosevic am 31. Oktober im Heimspiel gegen TV Düren geben – wenn die Ausländerbehörde zustimmt.

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