Sport : Ein Endspiel zum Anfang

Schalke siegt 2:0 über Leverkusen im Ligapokal- Halbfinale

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Meppen (dpa). Frank Neubarth, der neue Trainer bei Schalke 04, schaffte am Montagabend ein kleines Kunststück. Bereits an seinem 29. Arbeitstag beim Pokalsieger gelang ihm mit dem 2:0 (1:0) gegen den deutschen Vize-Meister Bayer 04 Leverkusen der Einzug in ein Finale. Im Endspiel um den Ligapokal am Donnerstag winken dem Sieger 1,270 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Schalke das Endspiel gegen Hertha mit 1:4 verloren.

Die Tore im Halbfinale von Meppen erzielten Tomasz Waldoch (20.), der in 36. Minute wegen einer Unterschenkelverletzung ausgewechselt werden musste, und Tomasz Hajto in der 76. Minute per Elfmeter. Zuvor hatte der australische Keeper Frank Juric den Nigerianer Victor Agali im Strafraum gefoult.

Bei hochsommerlichen Temperaturen um 30 Grad sahen die 13 500 Zuschauer im Emslandstadion wenig fußballerische Delikatessen, sondern eher ein müdes Gekicke mit wenig Tempo und wenig Chancen. Während Schalke 04 seine derzeit beste Mannschaft sowie mit Frank Rost im Tor und dem dänischen Nationalspieler Christian Poulsen zwei Neue aufbot, verzichtete Bayer-Kollege Klaus Toppmöller gleich auf sechs Stammspieler. Es fehlte nicht nur der brasilianische Weltmeister Lucio, sondern auch Yildiray Bastürk und die deutschen Vize-Weltmeister Jörg Butt, Carsten Ramelow, Bernd Schneider und Oliver Neuville. An ihrer Stelle testete der Trainer die Neulinge Frank Juric im Tor, Hanno Balitsch, Daniel Bierofka, den 6-Millionen-Euro-Einkauf Jan Simak und den Brasilianer Juan, der als Nowotny-Ersatz beim 1:0 in der Vorrunde gegen Werder Bremen gute Kritiken bekommen hatte. In der zweiten Halbzeit agierten die Leverkusener, die gern Revanche für die 2:4-Niederlage im Pokal-Endspiel gegen Schalke genommen hätten, etwas resoluter. Die einzige Chance hatte Bierofka in der 60. Minute, aber Rost war auf dem Posten. Auch Ersatzkapitän Zoltan Sebescen, der Bayer mit dem 1:0 gegen Bremen ins Ligapokal-Halbfinale gebracht hatte, und der Argentinier Diego Placente konnten das Spiel nicht wenden. So musste sich Leverkusen mit der Verliererprämie von 511 000 Euro trösten.

Im heutigen zweiten Halbfinale wird Borussia Dortmund gegen Hertha BSC ohne acht Stammspieler antreten. Neben fünf verletzten Spielern wird Trainer Matthias Sammer wahrscheinlich auch drei Vizeweltmeister schonen. Weil auch bei Hertha sechs Stammkräfte fehlen werden, wird das zweite Halbfinale sportlich zur Farce. Beide Teams spielen zehn Tage nach dem Ligapokalspiel in der Bundesliga gegeneinander „Es ist doch logisch, dass weder wir noch die Berliner in kurzer Zeit zweimal die stärkste Mannschaft aufbieten“, sagte Sportmanager Michael Zorc.

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