Sport : Ein fast zu guter Gegner Schalke gewinnt mit Glück 2:1 gegen Bielefeld

Richard Leipold

Gelsenkirchen - Rudi Assauer war tief beeindruckt. „Das war eines der besten Spiele, die ich in den letzten Monaten gesehen habe“, sagte der Manager des FC Schalke 04 nach dem 2:1 über Arminia Bielefeld. „Ich hätte nicht gedacht, dass die Bielefelder so stark sind.“ Auch Arminias Trainer Uwe Rapolder fand Gefallen am Spiel seiner Mannschaft. „Wir haben uns gut verkauft“, sagte Rapolder. Sein Gegenüber Ralf Rangnick sprach von einem „glücklichen Sieg“. Den Schalkern gelang der achte Sieg im neunten Bundesligaspiel mit dem Trainer Rangnick.

Beide Mannschaften zeigten sich fest entschlossen, den 61 000 Zuschauern in der ausverkauften Arena etwas Besonderes zu bieten. Wenn die Bielefelder ihr ansehnliches Kombinationsspiel aufzogen, konnte die Heimelf, auch gedanklich, nicht immer folgen. Den Schalkern mangelte es in einigen Situationen an Konzentration – augenfällig wurde dieses Defizit vor dem Führungstor der Arminia. Die Abwehr schaute zu, wie sich die Bielefelder mit einer Serie von Kurzpässen dem Strafraum näherten; am Ende ließen sie auch den Torschützen Rüdiger Kauf gewähren, der Schalkes Torhüter Frank Rost mit einem harten und platzierten Schuss überwand (21.).

Wenig später nutzte Schalkes Mittelfeldspieler Lewan Kobiaschwili eine Fehleinschätzung der Bielefelder Abwehr, die auf Abseits spekulierte, zum 1:1 (28.). Nach dem Tor kehrte ein wenig Ruhe ein – aber nicht lange. Zehn Minuten nach dem Ausgleich nutzte Ailton eine Steilvorlage von Verteidiger Mladen Krstajic zu seinem fünften Saisontor für Schalke. Später wurde der Brasilianer ausgewechselt und verschwand wütend in der Kabine.

In der zweiten Hälfte versuchten die Arminen, die Wende herbeizuführen. Detlev Dammeier verschoss einen Elfmeter, dem ein Foul von Poulsen an Owomoyela vorausgegangen war (54.). Der Bielefelder Mittelfeldspieler scheiterte am überragenden Frank Rost. Den Schalkern, die erst in der 80. Minute wieder aufs Tor schossen, fiel es schwer, sich vom Druck des Gegners zu befreien. Doch dank Rost brachten sie den Vorsprung über die Zeit.

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