Sport : Ein großes Turnier

Steffen Hudemann

deutet eine überraschende Meldung aus Australien Fußball-Nationaltrainer denken in Zyklen. Im Vordergrund ihrer Arbeit steht immer das nächste große Turnier. Wird das dort angestrebte Ziel, je nach Land Qualifikation oder Finalteilnahme, nicht erreicht, geht der Trainer. Bei Jupp Derwall war das 1984 so, bei Erich Ribbeck 2000, und Rudi Völler war nach der EM 2004 nicht der einzige Nationaltrainer, der zurücktrat.

Ein Trainer muss schon viel falsch machen, damit er wegen eines verlorenen Freundschaftsspiels seinen Job verliert. Niemanden stört es, wenn Jürgen Klinsmanns Mannschaft in einem Vorbereitungsspiel Südkorea unterliegt – solange Deutschland 2006 Weltmeister wird. Außerhalb des Weltverbands Fifa galt auch der Confed-Cup bisher als Ansammlung mehr oder minder interessanter Freundschaftsspiele, eine Art Ligapokal für Nationalmannschaften. Für die Fifa ist deshalb eine Meldung von besonderer Bedeutung, die gestern aus Australien eintraf. Trainer Frank Farina hat seinen Rücktritt erklärt – als Grund wird das unbefriedigende Abschneiden seiner Elf beim Confed-Cup angeführt. Eine größere Ehre kann man dem Turnier nicht erweisen. Es wird nicht nur in Deutschland ernst genommen. Auch in Australien.

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