Sport : Ein gutes Gefühl

Berlin Thunder gewinnt sein erstes Saisonspiel gegen Amsterdam und träumt weiter vom Titel

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Berlin (Tsp). Peter Vaas hat in den letzten Tagen überrascht. „Doch, doch“, hat der Trainer des Berliner FootballTeams gesagt, „wir sind immer noch im Rennen.“ So viel Optimismus war beeindruckend, seine Mannschaft hatte alle vier Saisonspiele der NFL Europe verloren und lag auf dem letzten Tabellenplatz. Wie kann der Trainer da ernsthaft an die Titelverteidigung denken? Nun, Vaas’ Mannschaft hat sich zurückgemeldet. Berlin Thunder gewann am Sonntag gegen Amsterdam Admirals 34:30 (6:7, 14:3, 14:0, 0:20).

Dass Vaas nicht schon völlig resigniert hat, muss man ihm anrechnen. Die Zuschauer sind nicht so optimistisch, am Sonntag kamen nur noch knapp 9000 Fans ins Berliner Olympiastadion.

Doch was Thunder da zeigte, war überaus ordentlich. Zwischenzeitlich führten die Berliner sogar 34:16. Erst im letzten Viertel ließen sie die Niederländer ins Spiel kommen. Überragender Mann auf dem Rasen war Berlins Quarterback Henry Burris, der erst den Touchdown auf Ryan Prince einleitete, dann den auf Bryan Fletcher und den dritten schließlich selbst erzielte. Burris ist von den Chicago Bears ausgeliehen, er sagt, dass „es in Europa keine bessere Position gibt, um aufzufallen“. Doch die Späher der NFL werden in den vergangenen Wochen gesehen haben, dass nicht nur Berlin Thunder unter die Räder kam, sondern auch der Spielmacher eine nicht sonderlich gute Figur abgab. Gestern endlich durfte Burris jubeln.

Die beiden anderen Touchdowns für Thunder erzielten Elijah Thurmon und Bryan Fletcher. Mit vier Zusatzpunkten war Berlins Kicker Axel Kruse erfolgreich. „Wir haben sehr gut und aggressiv in der Defensive gespielt“, sagte Vaas nach Abpfiff. „Ich habe gesagt, dass wir zurückkommen werden, und genau das haben wir heute gemacht. Wir haben gewonnen, und das fühlt sich sehr gut an.“

Berlin Thunder bleibt trotz des Sieges weiter Schlusslicht der NFL Europe, hat jetzt Anschluss an Amsterdam und Scottish Claymores gefunden. Am Abend dann, na klar, sagte Trainer Vaas noch: „Wir versprechen, dass wir unser Bestes tun werden, um vielleicht doch noch in den World Bowl zu kommen.“ In einer Woche spielt Thunder in Barcelona.

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