Sport : Ein gutes Omen?

Wie Hertha in der Vergangenheit in die Saison gestartet ist

Stefan Hermanns

Am Freitagabend startet die Fußball-Bundesliga in ihre 41. Saison. Zum 23. Mal ist dann auch Hertha BSC dabei. Die Berliner empfangen am Samstag im Olympiastadion (15.30 Uhr) den SV Werder Bremen.

Endlich zu Hause: Dieter Hoeneß, der Manager von Hertha BSC, war „sehr zufrieden mit unserem Startprogramm – vor allem, weil wir endlich mal mit einem Heimspiel starten“. Zuletzt begann die Saison für die Berliner dreimal in Folge in fremden Stadien. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit. Denn in den drei Jahren zuvor durfte Hertha das erste Saisonspiel jeweils im Olympiastadion austragen. Überhaupt haben die Berliner zu Saisonbeginn öfter zu Hause (jetzt 13-mal) als auswärts (10-mal) gespielt.

Das erste überhaupt: Auch zum Start der Bundesliga, am 24. August 1963, durfte Hertha im Olympiastadion spielen. 60 000 Zuschauer sahen ein 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg. Mit einem Foulelfmeter glich Hans- Günter Schimmöller nach einer Stunde die Nürnberger Führung aus, die Weltmeister Max Morlock kurz vor der Pause erzielt hatte.

Positive Bilanz: Hertha hat mit neun Siegen, fünf Unentschieden und fünf Niederlagen eine positive Startbilanz. Auch die Tordifferenz (38:32) spricht für die Berliner. Seit dem Aufstieg 1997 hat Hertha zwei Spiele gewonnen, dreimal unentschieden gespielt und nur einmal verloren (2000, 1:4 bei den Bayern).

Immer wieder Dortmund: Gegen keinen Verein hat Hertha zu Saisonbeginn häufiger gespielt als gegen Borussia Dortmund. Dreimal trafen die beiden Klubs am ersten Spieltag aufeinander, zuletzt im vorigen Jahr (2:2). 1977 gewannen die Berliner 3:1, 20 Jahre später waren die Dortmunder erster Gegner nach Herthas Aufstieg in die Bundesliga. Die Begegnung endete 1:1. Je zweimal spielten die Berliner zum Auftakt gegen Köln, Düsseldorf, Kaiserslautern und St. Pauli.

Gutes Omen? Schon einmal ist Hertha am ersten Spieltag auf Werder Bremen getroffen. In der Saison 1998/99 war das. Auch damals empfingen die Berliner die Bremer im Olympiastadion. Hertha gewann am 16. August 1998 durch ein Tor von Michael Preetz 1:0. Am Ende der Saison hatten sich die Berliner für die Champions League qualifiziert.

Eine Premiere: Hertha geht in seine siebte Saison seit dem Aufstieg 1997 – und zum ersten Mal spielen die Berliner zur üblichen Bundesligazeit, am Samstag um 15.30 Uhr. Viermal (1997, 98, 99 und 2001) mussten sie sonntags ran, einmal (2001) am Samstag um 20.15 Uhr und im vergangenen Jahr am Freitag um 20 Uhr.

Der höchste Sieg: 65 996 Zuschauer sahen am 15. August 1999 Herthas höchsten Auftaktsieg: das 5:2 gegen Hansa Rostock. Die Tore erzielten Ehlers (Eigentor), Daei, Wosz, Tretschok und – in seinem ersten Spiel für Hertha – Sebastian Deisler. Die höchste Niederlage kassierten die Berliner 1971, als sie dem VfB Stuttgart 0:3 unterlagen.

Ohne Tore: 0:0 ist das am häufigsten vorkommende Auftaktergebnis für Hertha BSC. Dreimal endete das erste Saisonspiel für die Berliner torlos: 1978 bei Darmstadt 98, 1979 gegen Eintracht Braunschweig und 2001 beim FC St. Pauli. Das Überraschende ist, dass alle drei Mannschaften anschließend als Tabellenletzter abgestiegen sind.

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