Sport : Ein holpriger Weg

Leverkusen müht sich zu einem 3:1-Erfolg in Freiburg

Christoph Kieslich[Freiburg]

Vor dem Spiel, nach zwei 0:1-Niederlagen hintereinander, herrschte in Leverkusen noch Weltuntergangsstimmung. Dann aber reichten zwei lichte Momente von Dimitar Berbatow und ein 3:1 beim Tabellenletzten SC Freiburg, damit Trainer Klaus Augenthaler seine Mannschaft schon wieder auf dem „besten Weg“ sieht, jedenfalls „vielleicht“, wie er vorsichtig ergänzte. Leverkusen darf sich wieder Hoffnungen auf einen Platz im Uefa-Cup machen. Für die Freiburger hingegen könnte der dritte Abstieg schon nächste Woche definitiv feststehen.

Die 18. Saisonniederlage des Sportclubs, die siebte zu Hause, und das neunte sieglose Spiel hintereinander wurde eingeleitet durch einen Distanzschuss von Bernd Schneider, der von Youssef Mohamad zur Bogenlampe für Torwart Richard Golz abgefälscht wurde. Beim 1:2 mündete die Aufregung um ein vermeintliches Foul an Soumaila Coulibaly in einem Bayer-Konter, den Berbatow mit einem platzierten Flachschuss abschloss.

Den Höhepunkt einer äußerst mäßigen Bundesligapartie lieferte dann Schiedsrichter Peter Gagelmann, der den Freiburgern bei einer Kombination unfreiwillig im Weg stand und von dessen Schienbein ein weiterer Konter zum 1:3 eingeleitet wurde. Erneut war Berbatow auf schöne Vorarbeit von Jacek Krzynowek zur Stelle. Es waren die Saisontore 13 und 14 für den formschwachen Bulgaren, den Augenthaler dann auch keineswegs über Gebühr feiern wollte. Im Gegenteil: „An Laufarbeit und taktischem Verhalten gibt es einiges zu bemängeln – dafür, dass er zwei Tore macht, ist er gut bezahlt.“

Mit diesem kuriosen Gegentreffer waren die Freiburger endgültig demoralisiert. Was sie auch anpackten, misslang. Gegen eine mittelmäßige Bayer-Elf, die in der nächsten Woche gegen Bremen auf Ramelow (zehnte Gelbe Karte) und Placente (fünfte) verzichten müssen, fehlte es allerdings an offensiver Durchschlagskraft – auch dieses Manko verfolgt die Freiburger durch die komplette Saison. Da konnte sich auch Alexander Iaschwili über seinen dritten Saisontreffer, den ersten seit November des vergangenen Jahres, nicht wirklich freuen: „Auch Leverkusen war heute nicht besser als wir – aber am Ende verlieren wir immer.“

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