Sport : Ein Kapitän ist enttäuscht

Van Bommel kritisiert seinen Verein Bayern

München - Nein, unterschreiben würde Mark van Bommel wahrscheinlich nichts. Aber fast. „Wir sind verpflichtet, dass wir gewinnen“, sagte der Kapitän von Bayern München am Freitag vor dem Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund am Sonntag in der Allianz-Arena. Die Bayern müssen gewinnen, um nach der Niederlage gegen Hamburg in der vergangenen Woche nicht den Kontakt zur Spitze zu verlieren. Ob van Bommel überhaupt noch einen Vertrag in München unterschreiben wird, ist allerdings weiter unklar. Van Bommel, der beim 1:1 im Hinspiel gegen Borussia Dortmund vom Platz geflogen war, mochte auch am Freitag das Rätseln über seine Zukunft nicht beenden. Er habe sich für die Entscheidung, ob er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag beim Rekordmeister verlängert, „keinen Zeitpunkt gesetzt“, berichtete der niederländische Nationalspieler.

Van Bommel erzählte, wie es ihn „schon enttäuscht“ habe, dass ihn der Verein nur um ein weiteres Jahr binden will. Bei einem Zweijahres-Kontrakt gäbe es die Debatte um ihn nicht. „Es war nicht so, dass ich sage, puh, das Angebot ist überragend“, sagte er. Der niederländische Nationalspieler ist am Saisonende ablösefrei. Aus der Bundesliga und seiner Heimat liegen ihm nach eigenen Angaben Angebote vor.

Dortmund und die Bayern haben sich unterdessen in Sachen Mats Hummels geeinigt. Der vom BVB bisher ausgeliehene Innenverteidiger wechselt im Sommer nach Dortmund, wo er einen Vertrag bis 2013 erhält. Die Ablösesumme liegt nach Informationen des „Kicker“ bei etwas über vier Millionen Euro. Bayern wird an einem eventuellen Weiterverkauf des Verteidigers beteiligt. Hummels spielte von 1995 bis Ende 2007 bei Bayern, im Januar 2008 wurde er an Dortmund verliehen. Der 20-Jährige hatte zuletzt selbst auf seine Verpflichtung gedrängt.

Zudem gibt es neue Spekulationen um die Zukunft von Franck Ribéry kommen aus Frankreich. Nach Informationen der Sportzeitung „L’Équipe“ will der französische Nationalspieler den Verein wechseln. Die Agenten des Spielers arbeiteten bereits an einem Wechsel, schrieb das Blatt in der Freitag-Ausgabe in der Titelstory („Ribéry, mit dem Kopf woanders?“). Ribérys engster Berater sei Alain Migliaccio, der gute Kontakte zu Zinédine Zidane und zu Real Madrid habe, heißt es. Auf Anfrage der Sportzeitung sagte Ribéry: „Ich konzentriere mich auf das Spielfeld, meine Berater kümmern sich um alles andere.“ In München fühle er sich aber sehr wohl und werde geliebt, sagte Ribéry. Tsp/dpa

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