Sport : Ein kleiner Titel für Schalke 4:3 n. E. über Dortmund im Supercup

Neuer Neuer. Schalkes Torwart Ralf Fährmann (3.v.r.) überzeugte im Spiel und im Elfmeterschießen. Foto: dpa Foto: dpa
Neuer Neuer. Schalkes Torwart Ralf Fährmann (3.v.r.) überzeugte im Spiel und im Elfmeterschießen. Foto: dpaFoto: dpa

Gelsenkirchen - Die neue Bundesliga-Saison begann für den FC Schalke 04 mit einer kleinen Feierlichkeit. Nach torlosen 90 Minuten gewann der Pokalsieger mit einem 4:3 nach Elfmeterschießen gegen den deutschen Fußball-Meister Borussia Dortmund den Supercup. Vor 60000 Zuschauern in der ausverkauften Schalker Arena avancierte Torwart Ralf Fährmann im Elfmeterschießen zum Matchwinner, als er die Strafstöße von Kevin Großkreutz und Ivan Perisic parierte. Damit gelang den Schalkern der erste Triumph im Supercup und die erhoffte Revanche für die bittere 1:3-Heimschlappe in der vorigen Saison.

Der Meister erwischte den besseren Start und war bei einem Kopfball von Sebastian Kehl an den Pfosten der frühen Führung nahe. Nach einer Möglichkeit der Schalker durch Benedikt Höwedes, dessen Kopfball knapp über das Tor strich, fanden die Gäste noch besser in die Partie. Auch ohne großen Glanz übernahmen sie die Regie und erarbeiteten sich gute Chancen. Doch sie offenbarten auch Schwächen im Abschluss: Kevin Großkreutz, Ilkay Gündogan und Robert Lewandowski scheiterten an Keeper Ralf Fährmann, der in seinem ersten Auftritt vor großer Kulisse seit seiner Rückkehr zum FC Schalke einen nervenstarken Eindruck hinterließ. Entlastungsangriffe des Pokalsiegers gab es nur selten.

Daran sollte sich auch nach der Pause nichts ändern: Dortmund dominierte, Schalke reagierte. Doch aus der Überlegenheit schlug Dortmund weiterhin kein Kapital. Nach feinem Zuspiel von Mario Götze verfehlte Lewandowski mit einem Flachschuss aus 16 Metern knapp das Tor. Zehn Minuten später klärte Schalkes Manndecker Höwedes in höchster Not kurz vor der Linie. Die größte Chance vergab Götze, der aus kurzer Distanz ebenfalls in Fährmann seinen Meister fand. Erst in der Schlussphase befreite sich Schalke vom Druck. Trotz zahlreicher Torchancen musste am Ende das Elfmeterschießen entscheiden, in dem Ralf Fährmann glänzte. „Der Sieg ist eine Genugtuung auch für mich persönlich“, sagte der Rückkehrer in Schalkes Tor, „die Lücke, die Manuel Neuer hinterlassen hat, ist riesig, meine Aufgabe in den nächsten Jahren ist es, sie zu schließen.“ Am Samstag ist ihm das bereits ein bisschen gelungen. Tsp/dpa

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