Sport : Ein Kontinent atmet auf

Didier Drogba kann wohl doch bei der WM spielen

Kameruns Samuel Eto’o wird sich freuen. Denn nun lastet nicht mehr der Druck auf ihm, der einzige afrikanische Starspieler beim Weltturnier auf seinem Kontinent zu sein. Nacheinander waren der Nigerianer John Obi Mikel, der Ghanaer Michael Essien und schließlich der Ivorer Didier Drogba ausgefallen – so schien es zumindest. Denn pünktlich zum WM-Beginn tauchte Drogba am Freitag auf dem Trainingsplatz auf. Genau eine Woche, nachdem er sich bei einem Testspiel der Elfenbeinküste gegen Japan den Ellbogen gebrochen hatte. Direkt nach dem Unglück ging der 32 Jahre alte Stürmer davon aus, die WM zu verpassen. Doch nach einer gut verlaufenen Operation sah er sich plötzlich in der Lage, am Teamtraining teilzunehmen; mit einer Schiene am rechten Unterarm zwar und unter Auslassung aller Übungen mit Körperkontakten. Auf einmal keimt bei Drogba die Hoffnung auf das Auftaktspiel gegen Portugal am Dienstag. „Wäre das Spiel heute oder morgen, wäre er nicht in der Lage, dabei zu sein. Aber es ist erst in ein paar Tagen. Er könnte spielen“, sagte der schwedische Trainer der Ivorer, Sven-Göran Eriksson.

Auf den Straßen der Hauptstadt Abidjan führten Hunderte von Fans spontan Freudentänze auf. Mit Drogba stehen und fallen die Hoffnungen der Ivorer, die schwere Vorrundengruppe mit Brasilien, Portugal und Nordkorea zu überstehen. Drogba wurde in der abgelaufenen Saison in England mit dem FC Chelsea Meister, Pokalsieger und Torschützenkönig. „Er ist einer der besten Spieler der Welt“, sagt Eriksson. Und der beste Afrikas. Nicht nur die Ivorer, vor allem die Marketing-Strategen der Fifa werden jubeln, sollte Drogba doch dabei sein. Tsp/dpa

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