Sport : Ein Moment entscheidet

Albas Basketballer unterliegen in Trier 77:82

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Berlin (klapp). Nach dem letzten Spiel in der Europaliga kann sich Alba Berlin jetzt voll auf die Meisterschaft und den nationalen Pokal konzentrieren. Doch bei dem Versuch, sich ohne die Belastung durch die internationalen Spiele die beste Ausgangssituation für die Playoffs zu sichern, musste der Tabellenführer der Basketball-Bundesliga gestern einen Rückschlag hinnehmen. Alba verlor bei TBB Trier 77:82 (30:30).

Die heimstarken Trierer sind auf dem besten Weg, zu einem Geheimfavoriten für die Play-offs zu werden. Von den vorangegangenen zehn Spielen hatten die Trierer acht gewonnen, auch die Spitzenteams aus Bamberg, Frankfurt und Bonn verließen die neue Arena zuletzt als Verlierer. Trier, das im Sommer nur durch die Aufstockung der Liga von 14 auf 16 Vereine dem Abstieg entgangen war, ist die Überraschungsmannschaft der laufenden Saison. Der neue Trainer Joseph Welton hat mit BJ McKie, dem besten Korbschützen der Liga, und Jarrett Stephens zwei überragende Spieler in seinem neu formierten Team. Auch gegen Berlin waren die beiden die besten Werfer, sie erzielten bei der sechsten Auswärtsniederlage von Alba jeweils 24 Punkte.

Die Partie war von Beginn an durch die Defensivarbeit beider Mannschaften geprägt, nach dem ersten Viertel stand es gerade einmal 11:10. Auch in der Folgezeit fielen nicht viele Punkte, Alba versuchte es immer wieder mit Würfen aus der Distanz. John Best traf sechs seiner acht Versuche aus der Drei-Punkte-Distanz, davon allein vier im dritten Spielabschnitt. Es war das von allen Seiten erwartete enge Spiel mit vielen Emotionen und viel Härte auf beiden Seiten. Bei den Berlinern, bei denen der am vergangenen Mittwoch in den Kader zurückgekehrte Henrik Rödl erneut nur auf der Bank saß, war Spielmacher Mithat Demirel anzumerken, dass ihm nach seiner Verletzung noch die Spielpraxis fehlt. Demirel, der elf Punkte erzielte, war zusammen mit Stefano Garris trotzdem zweitbester Korbschütze bei Alba. Über die gesamte Spielzeit konnte sich kein Team mit mehr als fünf Punkten absetzen, bis zur 36. Minute war das Geschehen in der mit 5300 Zuschauern ausverkauften Arena Trier völlig offen.

Beim knappen 62:63-Rückstand kassierten dann die Berliner John Best und Szymon Szewczyk nach ihren jeweils fünften Fouls die Disqualifikation. Das war der entscheidende Moment in der knappen Partie, bei einer Rangelei konnten sich die beiden nicht zurückhalten. Ein weiteres unsportliches Foul nutzten die Gastgeber dann zu einer Fünf-Punkte-Führung, die sie bis zum Ende des Spiels verteidigen konnten. Alba vergab in der Schlussphase noch einige Freiwürfe, bis drei Sekunden vor Schluss lagen sie aber trotzdem nur mit zwei Punkten in Rückstand, bevor die endgültige Entscheidung fiel.

Die Berliner bleiben trotz der sechsten Saisonniederlage vorerst an der Spitze. Verfolger Telekom Baskets Bonn, der bereits am Freitag einen 84:79-Erfolg über die Frankfurt Skyliners gefeiert hatte, hat bei zwei Partien weniger aber eine Niederlage weniger kassiert.

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