Sport : Ein mysteriöser Todesfall

Der Motorradpilot Pascal Terry ist das erste Opfer der Dakar 2009 – er starb an einem Herzinfarkt

Buenos Aires - Bei der Premiere der Rallye Dakar in Südamerika hat es das erste Todesopfer gegeben. Der Motorradfahrer Pascal Terry aus Frankreich wurde tot aufgefunden. Er starb an einem Herzinfarkt. Dies teilte das Krankenhaus Molas in der Stadt Santa Rosa am Abend nach einer Autopsie mit. Der Franzose sei entweder schon am Sonntag oder am Montag gestorben, hieß es. Der 49 Jahre alte Yamaha-Pilot war seit Sonntag nach der zweiten Etappe von Santa Rosa de la Pampa nach Puerto Madryn vermisst worden. Damit erhöht sich die Zahl der Toten seit der ersten Dakar 1979 auf 56.

Polizei und Justizbehörden wollten zunächst keine Angaben zu dem Todesfall machen. Erst müssten die Umstände geklärt werden. Der Franzose war am Mittwochmorgen etwa 300 Meter von der Piste entfernt zwischen Santa Rosa und Puerto Madryn gefunden worden. Das Sicherheitsfahrzeug, das am Ende einer Etappe die Route abfährt, um Fahrer, die verunglückt sind oder sich verfahren haben, aufzunehmen, habe Terry am Sonntag nicht gefunden, hieß es von den Organisatoren. Terry habe sich am Sonntag noch über sein Satellitentelefon gemeldet und angegeben, er habe sich im Sand festgefahren und dabei sei ihm der Sprit ausgegangen. Kurz darauf habe er sich erneut gemeldet und mitgeteilt, ein Kollege habe ihm Treibstoff abgegeben, so dass er das Rennen fortsetzen könne.

Das Signal seines Kommunikations- und Ortungssystems sei danach verstummt und erst wieder kurz vor dem Auffinden der Leiche empfangen worden. Die Gendarmerie und der Zivilschutz seien von Anfang an über den Vermissten informiert worden. Warum das Gerät so lange nicht gesendet hat, wurde nicht gesagt. Terry sei von einem Polizisten in der Nacht zum Mittwoch zwischen den Ortschaften Bernasconi und Abramo gefunden worden, hieß es weiter. Der Franzose habe sich im Schatten unter einem Baum etwa 300 Meter von der Piste entfernt befunden. Der Helm sei abgenommen gewesen, und das Motorrad war 15 Meter entfernt. Der Tote habe noch genügend Wasser und Lebensmittel bei sich gehabt.

Am Samstag beim Auftakt von Buenos Aires nach Santa Rosa de la Pampa waren die Briten Paul Green und Matthew Harisson mit ihrem Auto-Eigenbau verunglückt. Beide wurden mit schweren inneren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht und in ein künstliches Koma versetzt. Die argentinischen Ärzte hoffen, beide am Donnerstag wieder aus dem Koma zurückführen zu können.

Auf der fünften Etappe über 763 Kilometer von Neuquen nach San Rafael übernahm Nasser Al-Attiyah die Führung. Im BMW X3 des X-Raid-Teams lag der Katari 2:24 Minuten vor dem Deutschen Dirk von Zitzewitz (Karlshof) mit seinem südafrikanischen Fahrer Giniel de Villiers im VW Touareg. Der bisherige Spitzenreiter Carlos Sainz (VW Touareg) büßte wegen eines Fahrfehlers 15:42 Minuten auf den Tagessieger De Villiers ein und fiel mit einem Rückstand von 6:33 Minuten auf den dritten Platz zurück. Seine deutschen Teampartner Dieter Depping/Timo Gottschalk verbesserten sich um einen Rang auf den zehnten Platz (Rückstand: 1:16:40 Stunden). dpa

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