Sport : Ein Name für Wolfsburg

Klaus Augenthaler wird Trainer beim VfL

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Wolfsburg - Zum Ende des Skiurlaubs ging es für Klaus Augenthaler rasend schnell. Heute wird der Weltmeister von 1990 in Wolfsburg erwartet, wo er am 3. Januar erstmals das Training des ortsansässigen VfL leiten soll. Damit hat der Fußball-Bundesligist zehn Tage nach der Beurlaubung des bisherigen Cheftrainers Holger Fach einen Nachfolger gefunden.

Der 48 Jahre alte Augenthaler stach den favorisierten Ralf Rangnick (47) aus, der noch am zweiten Weihnachtstag seine grundsätzliche Bereitschaft für ein Engagement in Wolfsburg erklärt hatte und nun von der Absage des Werksvereins überrascht wurde. „Die Entscheidung fiel zwischen zwei hervorragend geeigneten Kandidaten unter Abwägung aller Gesichtspunkte wie beispielsweise Führungspersönlichkeit, Erfahrungshorizont als Spieler und Trainer, fachliche Kompetenz oder Ausrichtung der Arbeit auf Kontinuität und Konsequenz“, sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Fuchs.

Klaus Augenthaler, der am 16. September bei Bayer Leverkusen entlassen worden war, erhält in Wolfsburg einen Vertrag bis 30. Juni 2007. Für den 27-maligen Nationalspieler und ehemaligen Spieler von Bayern München ist es nach Grazer AK, 1. FC Nürnberg und Bayer Leverkusen die vierte Trainerstation. „Mit Klaus Augenthaler haben wir einen der namhaftesten deutschen Trainer gewinnen können. In seiner bisherigen Laufbahn hat er sich als absoluter Fußballexperte ausgewiesen, der gezeigt hat, eine Mannschaft motivieren und führen zu können“, sagte Lothar Sander, Vorsitzender des VfL-Aufsichtsrates. Gleichzeitig ernannte das Gremium Geschäftsführer Fuchs zum neuen Manager. Der 54-Jährige soll nach der Ablösung von Thomas Strunz nun den Profibetrieb leiten.

Der Aufsichtsrat, der mit dem Rauswurf von Fach und Strunz auf die schwächste Bundesliga-Hinrunde des Vereins reagiert hatte, votierte am Donnerstag einstimmig für Augenthaler, der aus seiner Zeit bei Leverkusen die Strukturen in einem Werksverein bestens kennt. „Ich hege keinen Groll gegen den VfL Wolfsburg und gratuliere meinem Kollegen Klaus Augenthaler, dass er wieder einen Job hat. Vielleicht hat die Tatsache den Ausschlag gegeben, dass er frei war und ich noch einen Vertrag bis Sommer 2006 bei Schalke 04 habe“, sagte Ralf Rangnick. Der 47-Jährige, der vor zwei Wochen von den Schalkern entlassen worden war, hatte noch am Dienstag mit Fuchs und Sander über eine Verpflichtung gesprochen.

Auf Klaus Augenthaler wartet eine Mannschaft, die in viele Fraktionen zersplittert ist und in der Hinserie nicht ihr Potenzial abrufen konnte. dpa

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