Sport : Ein neuer Rekord für das alte Derby

54 000 Zuschauer beim Eishockey: Düsseldorf und Köln spielen beim zweiten Freiluftspiel der DEL.

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Eishockeyspieler laufen ins Fußballstadion. Vergangenes Jahr spielten die Nürnberg Ice Tigers in Nürnberg gegen die Eisbären vor 50 000 Zuschauern. Foto: Imago
Eishockeyspieler laufen ins Fußballstadion. Vergangenes Jahr spielten die Nürnberg Ice Tigers in Nürnberg gegen die Eisbären vor...Foto: imago sportfotodienst

Berlin - Es kam, was kommen musste. Zumindest, was die Spielansetzung des zweiten „Winter Games“ in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) angeht. Am 10. Januar 2015 werden die Düsseldorfer EG und die Kölner Haie ihr Derby unter freiem Himmel im Fußballstadion abhalten – in Düsseldorf. Und das ist angesichts der Situation der DEG schon erstaunlich. Beim notorisch klammen Tabellenletzten gibt es seit Monaten wenig Klarheit um die Zukunft des Traditionsklubs. Aber die DEL hat sich am Freitag pro Düsseldorf und gegen die Schalker Arena ausgesprochen, mit ihr hatten sich die Kölner Haie für die zweite Auflage des Freiluftspektakels beworben. Der DEL-Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Arnold sagte: „Jedes Konzept hatte seine Stärken. Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen.“

Nun kann die Entscheidung zugunsten der DEG natürlich als finanzieller Katalysator für den Klub gesehen werden, schon die Nürnberg Ice Tigers verdienten am ersten „Winter Game“ im Januar 2013 gegen die Eisbären Berlin an der Veranstaltung im Frankenstadion vor 50 000 Zuschauern einen sechsstelligen Betrag. Zudem ist der Werbeeffekt eines solchen Spieles immens, zumal in Düsseldorf 54 000 Zuschauer ins Stadion passen, was einen neuen Europarekord im Vereinseishockey bedeuten würde. Der Zuschauerweltrekord im Eishockey wurde zu Jahresbeginn in der National Hockey League (NHL) aufgestellt: In Detroit sahen – oder sahen nicht – 105 491 Zuschauer das Spiel gegen Toronto. Den Europarekord gab es bei der WM 2010 in der Schalker Arena. Damals kamen 78 000 Zuschauer zum Spiel Deutschland gegen die USA.

Unbestritten einfach dürfte sich der Vorverkauf für die Veranstaltung in Düsseldorf gestalten. Das rheinische Derby ist, obwohl zwischen den Klubs inzwischen sportlich Welten liegen, von großer Attraktivität. Für das nächste Punktspiel zwischen Haien und DEG am kommenden Sonntag in der Kölnarena sind bereits 18 000 Karten verkauft. Claus Vetter

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