Sport : Ein Olympiasieger wehrt sich

Kanute Dittmer dementiert Doping-Vorwürfe

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Sevilla (dpa). Olympiasieger Andreas Dittmer sieht sich bei den Kanu-Weltmeisterschaften in Sevilla mit Doping-Unterstellungen aus dem Lager seines Konkurrenten Martin Doktor konfrontiert. „Ich kann das alles nicht mehr nachvollziehen und weiß gar nicht mehr, was ich darauf sagen soll“, sagte der 30-jährige Neubrandenburger.

Zuvor hatte Josef Doktor, Vater und Trainer des tschechischen Doppel-Olympiasiegers von 1996, in einem Zeitungsinterview davon gesprochen, dass die Erfolge von Dittmer und des Russen Maxim Opalew auf Blutdoping beruhten. Am Freitag beschäftigte sich die Exekutive des Kanu-Weltverbandes ICF mit dem Fall und lud den tschechischen Teamchef zu einer Stellungnahme. „Wir wollen von ihm wissen, wie Josef Doktor zu solchen Äußerungen kommt. Sollten sich seine Angriffe als haltlos erweisen, dann muss der Trainer mit Maßnahmen von unserer Seite rechnen“, sagte Ulrich Feldhoff, der Präsident der ICF.

Josef Doktor hatte unter anderem behauptet, die ICF wähle zu ihren Kontrollen ohnehin nur solche Sportler aus wie zum Beispiel Martin Doktor, von denen sie wisse, dass sie sauber sind. Dittmer kann entgegenhalten, dass er nahezu jede Woche von der ICF kontrolliert worden sei.

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