Sport : „Ein optimales Team“

Wie Stahl Riesa 76 Spiele nacheinander nicht verlor

-

Herr Lukoschek, seit Sonntag sind Sie nationaler Rekordhalter: 76 Punktspiele in Folge ungeschlagen. Wie schafft man das?

Durch zielstrebiges Training, keine Verletzungssorgen und ein optimales Team. Dazu ist es eine ganz junge Mannschaft, die noch Hunger auf Erfolg hat.

Ist die Mannschaft unverändert geblieben seit Beginn der Erfolgsserie im Jahr 2003?

Nach jedem unserer drei Aufstiege haben wir unsere Mannschaft mit ein, zwei neuen Leuten vervollständigt. Aber das Gros der Mannschaft ist von der zweiten Kreisklasse an zusammengeblieben.

Wie haben Sie von dem Rekord erfahren?

Als wir so um die 45 Siege hatten, haben uns Zuschauer erzählt, dass es im Guinness-Buch diesen Rekord des TSV Buchbach aus Bayern mit 75 Spielen gibt. Je näher wir dem Rekord kamen, desto häufiger wurden wir darauf angesprochen.

Hat Sie diese Chance unter Druck gesetzt?

Am Sonntag auf alle Fälle. Es waren ja unglaublich viele Leute von der Presse da. Das hat die junge Mannschaft schon beeindruckt und nervös gemacht.

ZSKA Sofia blieb 86 Spiele ungeschlagen – Europarekord. Ist das ein Thema für Sie?

Daran denken wir überhaupt nicht. Wir wollen an der Spitze der Liga bleiben und die starken Gegner, die jetzt kommen, schlagen. Die Serie weiter auszubauen, wäre nur ein guter Nebeneffekt.

Wie sehen die nächsten Ziele aus?

Wir wollen auch in der Bezirksklasse Erster werden und im vierten Jahr den vierten Aufstieg schaffen.

Die Fragen stellte Hannes Maurer.

Werner Lukoschek, 47, ist Trainer beim Traditionssportverein (TSV) Stahl Riesa seit der Neugründung am 31. März 2003 und von Beruf Ofenmann im Röhrenwerk Zeithain bei Riesa.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben