Sport : Ein Penalty reicht zum Erfolg: Eisbären siegen 1:0 in Nürnberg

Florian Jennemann

Nürnberg - Auf außergewöhnliche Weise fand gestern in Nürnberg eine Negativserie der Eisbären ihr Ende: Denis Pederson erzielte das einzige Tor, das in die Statistik einfloss – und zwar erst im Penaltyschießen. Nach torlosen 60 Minuten konnten sich die Berliner mit dem 1:0 nach Penaltyschießen endlich wieder über einen Sieg in Nürnberg freuen. Denn dort hatten sie zuvor in der Deutschen Eishockey-Liga fünfmal in Folge verloren.

Lange war das Spiel gar nicht mal so schlecht, die Eisbären kombinierten sogar recht ansehnlich – damit war nach 25 Spielminuten aber erst einmal Schluss, denn von diesem Zeitpunkt an kassierten die Berliner, bei denen Kapitän Steve Walker wegen einer Nackenverletzung fehlte, eine Strafe nach der anderen. Für Frank Hördler kam es sogar ganz bitter: Nach einem Stockfoul am Nürnberger Tomas Martinec musste der Eisbären-Verteidiger vorzeitig in die Kabine. Schiedsrichter Willi Schimm hatte Hördler mit einer Spieldauerstrafe und fünf Strafminuten belegt. Die Ice Tigers agierten fast vier Minuten in einer 5:3-Überzahl – bis ihr Verteidiger Christian Laflamme auch auf die Strafbank musste. Allerdings hatten die Ice Tigers im Powerplay nicht einen ernst zu nehmenden Schuss auf das Tor von Eisbären-Torwart Pöpperle abgegeben. Die Berliner wiederum stellten sich gegen Ende des zweiten Drittels in 5:3-Überzahl ähnlich ungeschickt an wie die Nürnberger. Das letzte Drittel begann dann auch mit einer Undiszipliniertheit: Nach einem Foul an André Rankel erhielt der Nürnberger Robert Döme eine Spieldauerstrafe. Rankel schied verletzt aus, und Berlins Coach Pierre Pagé entfachte wohl deswegen mit seinem Nürnberger Kollegen Benoit Laporte ein Wortgefecht. Immerhin gab es keine Verständigungsprobleme: Beide Kanadier haben Französisch als Muttersprache.

Der Streit der Trainer war der letzte Höhepunkt, bevor dann die Phase mit der Torgarantie begann: Es ging ins Penaltyschießen, das verlief interessanter als die 60 Spielminuten zuvor: Es gab sogar einen Videobeweis bei einem Treffer des Nürnbergers Fical. Neun Schützen mussten von jeder Seite anlaufen, bis endlich die Entscheidung fiel.Dreimal hatte Nürnberg getroffen, dreimal Berlin, bevor Denis Pederson das entscheidende Tor für die Eisbären gelang.

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