Sport : Ein Pferd ohne Furcht

Im Fritz-Brandt-Rennen ist Metal Firecracker Favorit

Heiko Lingk

Berlin - Ob es am Namen liegt? Wenn im Frühjahr die Saison für die Sulkyfahrer und ihre Pferde gerade erst so richtig beginnt, ist Katharina Merz immer schon in Höchstform. Vor einem Jahr gewann die Sportlerin zum ersten Mal das renommierte Fritz-Brandt-Rennen auf der Derbybahn in Mariendorf. In dieser Saison verläuft die Formkurve nicht anders. In der letzten Woche gewann die 30-Jährige gleich vier Rennen und war damit die dominierende Fahrerin auf beiden Berliner Bahnen. Wenn sich die Flügel des Mariendorfer Startwagens am Karfreitag (ab 13.30 Uhr) für die Vorläufe und das Finale des Fritz-Brandt-Rennens 2005 ausklappen, darf Katharina Merz also optimistisch in die Prüfung gehen. So gibt sie sich auch: „Wir fürchten keinen Gegner!“

Das Fritz-Brandt-Rennen ist das wichtigste Ereignis im Traber-Amateursport der Hauptstadt und mit insgesamt 23 000 Euro dotiert. 32 Sulkygespanne kämpfen in den fünf Vorläufen um den Einzug in das Finale. Die besten Zwölf treten dann erneut gegeneinander an. Ein Klassiker mit einer ungeheuren Tradition: Seit 1933 wird diese Prüfung immer an Ostern ausgetragen.

Wenn es auch in diesem Jahr mit einem Sieg klappt, hat Katharina Merz das nicht zuletzt ihrem Lebensgefährten zu verdanken. Seit neun Jahren ist Katharina Merz mit Daniel Dähn zusammen. Der Sulkyprofi bereitet die Pferde auf dem Gestüt in Schöneiche am Rand der Hauptstadt auf die Rennen vor und unterstützt Merz mit all seinen Möglichkeiten. „Ich ordne meinen eigenen Erfolg dem ihrigen unter“, sagt er. Deswegen vertraut er ihr für das große Rennen am Karfreitag eines seiner besten Pferde an: den Hengst Metal Firecracker, der in dieser Saison noch ungeschlagen ist. Wenn Daniel Dähn über den sechsjährigen Hengst spricht, beginnen seine Augen zu glänzen. „Er ist ein Killer“, sagt Dähn – und meint es bewundernd. „Dieses Pferd wird von Tag zu Tag stärker.“

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben