Sport : Ein Punkt für Kurz

Der 1. FC Kaiserslautern spielt 0:0 in Stuttgart, der in die Kritik geratene Trainer darf bleiben.

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Um Teil eines aufregenden Fußballabends zu werden, war der 1. FC Kaiserslautern nun wahrlich nicht nach Stuttgart gekommen. Das wurde bereits nach wenigen Minuten klar. Die Mannschaft, die nach einer Serie von 14 Spielen ohne Sieg bis ans Tabellenende durchgereicht worden ist, wollte für ihren Trainer spielen und verteidigen. Der, so stand zu befürchten, würde im Falle einer hohen Niederlage seinen Job verlieren. Marco Kurz wird vorerst Cheftrainer der Pfälzer bleiben dürfen, seine Mannschaft ermauerte sich beim 0:0 in Stuttgart einen Punkt. Besser gespielt als zuletzt hat sie nicht, der FCK bleibt Tabellenletzter. Kurz bekommt trotzdem eine weitere Schonfrist bis zum Heimspiel gegen Schalke 04. „Marco Kurz ist unser Trainer“, sagte der Lauterer Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz. „Wenn sich daran etwas ändert, sagen wir Bescheid. Ich würde aber nicht darauf warten.“

Der Höhepunkt der ersten Hälfte ereignete sich in der 31. Minute. Man muss an dieser Stelle bemerke: Es war vor 50 1000 Zuschauern die einzige aufregende Szene der ersten 45 Minuten. Stuttgarts Georg Niedermeier spielte den Ball nach einer Ecke von der Grundlinie aus zurück in den Strafraum zu Martin Harnik, dessen Schuss Tobias Sippel im FCK-Tor aber parieren konnte.

Meist sah sich der VfB zwei dichten Abwehrreihen gegenüber und hatte mit dem eingeschränkten Raumangebot seine Schwierigkeiten. Nach 57 Minuten kam Kaiserslautern zu seiner ersten Chance. Doch der Schuss von Christian Tiffert landete am Außennetz des Stuttgarter Tores. Die Gäste wurden mutiger, ohne jedoch überzeugen zu können. In der Schlussphase eines insgesamt erschreckend schwachen Spiels befanden sich die Pfälzer fast auf Augenhöhe mit den Stuttgartern. Was nicht mehr bedeutete, als dass nun beide ein schwaches Spiel mit vielen Fehlpässen zeigten.

Die Pfälzer erreichten am Ende ihr Ziel: Sie bekamen kein Gegentor und konnten so für ihren Trainer spielen. „Kompliment an den FCK: Es ist nicht einfach, gegen sie Tore zu machen. Das ist auch eine Qualität“, sagte VfB-Trainer Bruno Labbadia anerkennend. Doch trotz des kleinen Erfolges wird sich sein Gegenüber Marco Kurz nicht dauerhaft mit Unentschieden retten können. Bald muss für Kaiserslautern ein Sieg her, in Stuttgart reichte vorerst ein Punkt. „Für den Moment war das ein gutes Spiel für den FCK“, bemerkte Marco Kurz nach dem Spiel. „Aber wir müssen uns steigern, das ist klar.“

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