Sport : Ein Punkt ist nicht genug

Europa League: Deutsche Klubs schon unter Druck.

Berlin - Siege sind gefragt. Für die vier Bundesligisten geht es gleich beim zweiten Auftritt in der Europa League um Wiedergutmachung. Lediglich vier Unentschieden sprangen zu Beginn der Gruppenphase für Borussia Mönchengladbach, Hannover 96, Bayer Leverkusen und den VfB Stuttgart heraus. Besonders unter Druck stehen die Gladbacher, die nach dem 0:5 in Dortmund eine Reaktion zeigen müssen – und das am Donnerstag (21.05 Uhr/Kabel 1 und Sky) gegen das türkische Spitzenteam Fenerbahce Istanbul. Nach sechs Pflichtspielen ohne Sieg forderte Vizepräsident Rainer Bonhof: „Wir müssen uns auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Was in der letzten Saison war, ist egal.“ Gemeint war vor allem das Jammern des Trainers Lucien Favre über die Verluste von Spielern wie Marco Reus, das keiner mehr hören wolle.

Auch Stuttgart ist von Ruhe weit entfernt. Sportdirektor Fredi Bobic holte am Dienstag zum Rundumschlag gegen die Berichterstattung aus und meinte dabei vor allem die jüngste harsche Kritik an Coach Bruno Labbadia. Meldungen über Differenzen zwischen Team und Trainer gingen in Richtung „Rufmord“. Im Match beim Norwegischen Meister Molde FK (21.05 Uhr/Sky) schont der VfB einige Leistungsträger. „Die Bundesliga ist unser täglich Brot. Darauf liegt unser Hauptaugenmerk“, meinte Bobic.

Hannover will das 2:2 zum Auftakt bei Twente Enschede vergessen machen. Coach Mirko Slomka warnte vor dem Gegner Levante UD (19.00 Uhr/Sky), der erstmals in Deutschland antritt und die Ex-Bundesligaprofis Christian Lell und Theofanis Gekas mitbringt. „Gerade spanische Mannschaften wie Levante spielen sehr effektiven Fußball“, sagte Slomka.

Auf das erste Tor im Wettbewerb wartet Bayer Leverkusen. In Norwegen bei Rosenborg Trondheim soll es fallen (19.00 Uhr/Sky). Nach zuletzt sieben Punkten aus den drei Pflichtspielen kann Bayer mit Selbstvertrauen auflaufen. Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser kritisierte dennoch Chancenverwertung und Spielkultur: „Es fehlt noch einiges, da haben die Trainer noch etwas zu tun.“ dpaHANNOVER 96]

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