Sport : Ein Rennen holt auf

Der Berliner Halbmarathon ist so gut besetzt wie nie zuvor

Jörg Wenig

Berlin. Der Berliner Halbmarathon wird immer mehr zu einem echten Pendant des Berlin-Marathons. Schon seit Jahren ist das Rennen über die halbe Marathon-Distanz von exakt 21,0975 km das größte und hochklassigste seiner Art in Deutschland – ganz so wie der Marathon, der jährlich Ende September stattfindet. Wenn die 24. Auflage des Berliner Halbmarathons am Sonntag Unter den Linden gestartet wird (Inline-Skater: 10.20 Uhr, Läufer: 10.40 Uhr), werden rund 17 500 Teilnehmer aus über 60 Nationen aktiv sein. Damit ist diese Veranstaltung, die wie der Marathon von SCC-Running organisiert wird, nun immerhin so groß, wie der Marathon vor zehn Jahren war.

In punkto Masse ist der Unterschied zum Marathon, der zuletzt über 55 000 Teilnehmer hatte, zwar immer noch immens, doch in manch anderer Hinsicht ist das kaum noch der Fall. So hat der Berliner Halbmarathon am Sonntag ein neues, attraktiveres Start-Ziel-Gebiet. Befand sich das Ziel des Rennens in den vergangenen Jahren in der Alexanderstraße, liegt es nun an der Schlossbrücke. Während Zielbilder des Marathons seit vergangenem Jahr das Brandenburger Tor im Hintergrund haben, wird der Berliner Dom zum Symbol für den Halbmarathon werden. Der Start befindet sich nur wenige Meter entfernt auf der Straße Unter den Linden. Und noch etwas ist neu beim Halbmarathon: Die Berlin Vital Frühjahr. So nennt sich die Sportmesse, die von Donnerstag bis Sonntag in den Messehallen am Funkturm stattfindet. Neben der Startnummernausgabe wird ein breites Programm geboten. Schwerpunkte sind Sportmedizin, Ernährung und Sportartikel. Im Rahmen der Berlin Vital Frühjahr werden zwischen Donnerstag und Sonnabend auch noch Nachmeldungen angenommen, sowohl für den Halbmarathon als auch den parallel stattfindenden 3,5 km-Lauf für Anfänger.

Bereits gemeldet sind eine größere Zahl von internationalen Topathleten, vor allem aus Kenia: Mit Paul Kirui und Magdaline Chemjor werden beide Vorjahressieger am Start sein, hinzu kommt Streckenrekordhalterin Joyce Chepchumba (68:22 Minuten). Um gute Platzierungen geht es für drei deutsche Athleten: Martin Beckmann (LG Leinfelden), Susanne Ritter (LG Braunschweig) und Kathrin Weßel (SCC Berlin), die das Rennen vor zehn Jahren sogar gewinnen konnte. Dieses Mal ist die Konkurrenz aber ungleich stärker. Auch in dieser Hinsicht holt der Berliner Halbmarathon im Vergleich zum Marathon kräftig auf. Das Rennen ist so hochkarätig besetzt wie nie zuvor.

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