Sport : Ein Scheich kommt selten allein

Pferde aus Dubai sind die Favoriten in Baden-Baden

Ingo Wolff

Berlin - Wenn Scheich Hamdan al Maktoum seine Pferde ins Ausland schickt, dann ist sich der Herrscher aus Dubai fast immer siegessicher. Der Stall Godolphin der Scheichfamilie ist seit Jahren der erfolgreichste Galopprennstall der Welt, und seine Pferde treten überall da an, wo sie eine reale Chance haben und es um viel Geld und um noch mehr Prestige geht. Kurz: bei den wichtigsten Rennen der Welt.

Der 132. Große Preis ist das bedeutendste Rennen, das in diesem Jahr in Deutschland gelaufen wird und gehört ohne Zweifel in diesen Reigen. Das heutige Hauptrennen bei der Großen Woche auf der Galopprennbahn Iffezheim ist der einzige deutsche Lauf der inoffiziellen Weltmeisterschaftsserie. Für die elf Starter geht es um 920 000 Euro an Rennpreisen und Prämien. Allein eine halbe Million Euro erhält der Sieger, und der ist selten so schwer vorherzusagen, wie bei diesem Großen Preis von Baden. Die Besetzung ist so stark und ausgeglichen wie selten bei einem deutschen Rennen.

Der siebenjährige Hengst Mubtaker von Scheich al Maktoum ist dennoch das wohl stärkste Pferd im Feld. Und damit die Chance noch größer ist, schickt er noch den sechsjährigen Hengst Warrsan ins Rennen. Seine Gegner sind aber nicht minder stark. Das Siegertrio aus dem Deutschen Derby tritt vollständig an. Malinas mit Andrasch Starke hofft dabei auf ein Revanche gegen den Derby-Sieger Shirocco mit seinem Jockey Andreas Suborics. Sie sind nicht nur die beiden besten deutschen dreijährigen Pferde, auf ihnen sitzen auch die beiden besten deutschen Jockeys im direkten Duell.

Zu den Favoriten zählt auch der fünfjährige Hengst Gamut. Er führt ein Trio englischer Pferde an. Sein Jockey Kieren Fallon hatte jedoch negative Schlagzeile gemacht. Der sechsmalige englische Jockey-Champion wurde am Mittwoch unter dem Verdacht von Rennmanipulationen in Haft genommen, wurde aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

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