Sport : Ein Scheingefecht?

Tischtennis-Präsident Walter Gründahl wehrt sich

-

Berlin Im Führungsstreit innerhalb des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) hat Präsident Walter Gründahl Honorare in Höhe von knapp 100 000 Mark verteidigt, die er Mitte der neunziger Jahre von der verbandsnahen Tischtennis-Marketing-Gesellschaft (TMG) erhalten hatte. „Ich habe die damalige Geschäftsführung der TMG in administrativen Dingen und Vertragsangelegenheiten beraten. Da gab es viel zu tun.“ Er sei auch nur unter der Bedingung Präsident geworden, dass er eine Ausgleichszahlung erhalte.

Zu Beginn der Woche hatte der Saarländische Tischtennis-Bund die Zahlungen kritisiert und Gründahl zum Rücktritt aufgefordert. Auch der DTTB-Ehrenpräsident Hans Wilhelm Gäb hatte die Zahlungen an Gründahl angeprangert.

Schon im vergangenen Jahr hatte Gründahl angekündigt, er wolle im Juni 2005 nicht noch einmal kandidieren. Warum die Diskussion um seine Honorare gerade jetzt geführt werde, erklärt sich Gründahl so: „Es ist ein Scheingefecht. Man möchte davon ablenken, dass eine Reihe von großen Landesverbänden Gäbs Einfluss nicht mehr hinnehmen will.“ Hans Wilhelm Gäb hat im Präsidium auch Sitz und Stimme. teu

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben