Sport : Ein Schlussspurt als Demonstation

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Luzern (dpa). Der Deutschland-Achter ist seiner Favoritenrolle auf dem Luzerner Rotsee zwar nicht gerecht worden, fährt aber trotzdem als Medaillenkandidat zur Ruder-WM in Sevilla. Nach den klaren Siegen in Vorlauf und Halbfinale musste sich das deutsche Paradeboot am Sonntag im Finale der Weltcup-Regatta nur den USA mit einer halben Bootslänge Rückstand geschlagen geben. Die Crew um Schlagmann Michael Ruhe (Hameln), die noch vor vier Wochen im belgischen Hazewinkel dominiert hatte, hielt jedoch mit einem starkem Schlussspurt die Kanadier auf Distanz. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken und haben noch Reserven“, sagte Trainer Grahn. Auch viele andere Boote des Deutschen Ruderverbands (DRV) überzeugten. In den 14 Finals der olympischen Klassen gab es vier Siege, vier zweite und zwei dritte Plätze. „Unser stark verjüngtes Team überzeugte auf einer sehr stark besetzten Regatta“, sagte Sportdirektor Müller nach den Erfolgen im Männer-Einer, Vierer ohne Steuermann, leichten Frauen-Doppelzweier und -Achter. Für eine besonders große Überraschung sorgte Marcel Hacker (Kassel). Elf Monate nach seinem enttäuschenden WM-Auftritt 2001 gewann der Olympiadritte klar vor Weltmeister Olaf Tufte (Norwegen) und Ex-Weltmeister Iztok Cop (Slowenien). Damit dominierte erstmals seit Thomas Lange, der 1992 gewonnen hatte, wieder ein deutscher Einer in Luzern.

Ihr Soll erfüllte Katrin Rutschow-Stomporowski: Die Weltmeisterin unterlag im Skiff nur Roumiana Neykowa aus Bulgarien. Zu einem Goldanwärter für die WM entwickelt sich der Vierer ohne Steuermann. Die Crew vom Dortmunder Stützpunkt distanzierte beeindruckend Italien und Slowenien. Mäßig fiel die Bilanz im Frauen-Doppelzweier und -Doppelvierer aus. Gehandicapt durch die Ausfälle von Kathrin Boron und Manja Kowalski blieben die Teams erstmals seit Jahren in Luzern ohne Sieg.

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