Sport : Ein Sieg muss nicht von Vorteil sein - Verzwickte Ausgangslage für Alba

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Für Ademola Okulaja gilt nur eins: "Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Man weiß ja nie . . ", sagt der Basketballprofi von Alba Berlin vor dem letzten Europaliga-Zwischenrundenspiel seiner Mannschaft morgen Abend beim FC Barcelona (20.35 Uhr live im Inforadio/22.30 Ausschnitte auf B 1). Logisch, wer will schon verlieren? Gar nicht so logisch, denn vielleicht wäre es wirklich besser für den Deutschen Meister, in Spanien zu unterliegen, um dadurch in der Endabrechnung der Gruppe E eventuell auf Rang vier zu liegen. Davon spricht bei Alba jedoch niemand, während Moskaus Trainer Stanislav Eremin ganz offen sagt: "Wahrscheinlich ist es besser, Vierter zu werden." Dann nämlich spielt man in den Achtelfinal-Play-offs (best of three) gegen Efes Istanbul, den schon feststehenden Ersten aus der Gruppe H, der nicht so stark eingeschätzt wird. Obendrein würde man - im Erfolgsfalle - das Heimrecht von Efes "erben", also im ebenfalls nach dem Modus best of three ausgetragenen Play-off-Viertelfinale im Zweifelsfall ein Heimspiel mehr haben. Der Gruppendritte (Alba oder ZSKA Moskau) hat es entweder mit Paf Bologna oder Cibona Zagreb zu tun, beide Klubs wären jedoch mit Heimvorteil ausgestattet.

Die Ausgangslage ist kompliziert: In Albas Gruppe ist (und bleibt) Barcelona Erster (12 Siege/3 Niederlagen) gefolgt von Treviso (9/6), Dritter ist Alba (8/7) aufgrund des besseren direkten Vergleichs vor Moskau (8/7), Bursa (7/8 - im direkten Vergleich besser als Moskau, schlechter als Alba) und Kaunas (4/11). Begegnungen des letzten Spieltages: Treviso - Bursa, Moskau - Kaunas, Barcelona - Alba. Wenn Alba spielt, sind die beiden anderen Partien schon beendet. Die wichtigsten Varianten: Sollte Moskau gewinnen, käme Alba bei einer Niederlage auf Rang vier, bei einem Sieg bliebe man Dritter. Verlöre Moskau, bliebe Berlin Dritter, egal, wies in Barcelona ausgeht. Für ZSKA könnte eine Niederlage dagegen fatale Folgen haben, sollte nämlich Bursa gewinnen, sind die Türken Vierter - und Moskau ist draußen.

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