Sport : Ein Sieg unter Schock

Özat kollabiert, Köln gewinnt 2:0 in Karlsruhe

Karlsruhe - Kölns Trainer Christoph Daum weinte, sein Torwart Faryd Mondragon schlug die Hände verzweifelt über dem Kopf zusammen, vielen Kölner Spielern standen Tränen in den Augen. In der 25. Minute des Bundesligaspiels zwischen dem 1. FC Köln und dem Karlsruher SC spielte Fußball plötzlich keine Rolle mehr. Ümit Özat, der Kapitän der Kölner, war ohne Einwirkung eines Gegenspieler zusammengebrochen und lag bewusstlos auf dem Rasen. Erst nach minutenlanger Behandlung war er wieder ansprechbar. Özat wurde zu weiteren Untersuchungen in ein Karlsruher Krankenhaus gebracht, Schiedsrichter Florian Meyer pfiff das Spiel nach Absprache mit den Kölner Spielern wieder an. Die Tore von Milivoje Novakovic und Sergiu Radu in der zweiten Hälfte zum 2:0-Erfolg sowie Kölns erster Sieg in dieser Saison gerieten so zur Nebensache.

Ein normaler Spielverlauf in der ohnehin zerfahrenen und von vielen Fehlpässen geprägten Partie entwickelte sich über die ganze Spielzeit nicht. In der ersten Hälfte des von beiden Seiten defensiv geführten Spiels gab es lediglich zwei gefährliche Szenen. In der 15. Minute ließ sich Kölns brasilianischer Neuzugang Geromel von Sebastian Freis an der Strafraumgrenze düpieren. Der ehemalige Kölner Joshua Kennedy konnte die scharfe Hereingabe von Freis jedoch nicht nutzen. Kurz vor der Halbzeitpause hatte Novakovic die Führung auf dem Fuß, drosch den Ball aus etwa 14 Metern aber knapp über das KSC-Tor. Nach dem Wechsel wurde das Spiel intensiver, Torchancen gab es aber weiter kaum. Erst in der 72. Minute verwertete Novakovic eine Flanke des portugiesischen Neuzugangs Petit. Radu sorgte durch sein 2:0 nach Kopfballvorlage von Novakovic für die Entscheidung. Allerdings hatte der Stürmer den Ball zuvor mit dem Oberarm mitgenommen, die Proteste der Karlsruher nutzten nichts.dpa

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