Sport : Ein Spiel mit Liebe

3B Berlin steht im Viertelfinale des Tischtennis-Europapokals

Friedhard Teuffel

Berlin. So, wie es Vereinsmanager Rainer Lotsch erzählt, kommen er und die Tischtennisspielerinnen von 3B Berlin gerade von einer netten Wochenendreise aus Italien zurück. Die 120 Zuschauer in der Sporthalle dort haben sie freundlich behandelt, die Triester Tageszeitung „Il Piccolo“ hat einen lobenden Artikel über die Leistung der Berlinerinnen geschrieben und ihr Gegner sich im Achtelfinale des Europapokals schnell geschlagen gegeben. Die Berlinerinnen brauchten für ihren 3:0-Erfolg gerade einmal 55 Minuten.

Weil es erst ab dem Halbfinale Hin- und Rückspiel gibt, haben die Berlinerinnen damit das Viertelfinale erreicht. Zum Abschied gaben ihnen ihre Gegnerinnen auch noch eine angenehme sportliche Prognose mit auf den Weg. „Die sehen uns schon im Finale“, sagt Lotsch. Ihm ist jedoch erst einmal die Kontinuität wichtig und nicht das Endspiel. Zum sechsten Mal hintereinander hat sein Klub das Viertelfinale im Europapokal erreicht, dreimal sogar schon das Halbfinale, und vor einem Jahr konnte 3B den Pokal sogar gewinnen.

Im Viertelfinale spielen die Berlinerinnen am 21. Dezember in eigener Halle gegen Mladost Zagreb. Mladost heißt zwar Jugend, aber dennoch bekommt es 3B Berlin in diesem Spiel mit zwei alten Bekannten zu tun: Den kroatischen Nationalspielerinnen Sandra Paovic und Eldijana Aganovic begegnen die Berlinerinnen schon seit Jahren auf internationalen Einzelturnieren. Sie stehen jedoch in der Weltrangliste deutlich hinter den 3B-Spielerinnen Ruta Budiene aus Litauen, Irina Palina aus Russland und Veronika Pawlowitsch aus Weißrussland.

Verwirrung hat bei den Berlinerinnen nur ein Name in der Aufstellung von Mladost Zagreb verursacht: Eldijana Bentsen. Doch eine schnelle Recherche ergab: Eldijana Aganovic hat gerade geheiratet, und zwar Allan Bentsen, einen dänischen Tischtennis-Nationalspieler, der aus Liebe vor einigen Jahren zu ihr nach Kroatien gezogen war.

Diese kleine Geschichte imponiert den Berlinerinnen, die Aufstellung von Mladost Zagreb aber insgesamt weniger. „Im schlechtesten Fall gewinnen wir 3:2“, sagt Manager Lotsch.

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