Sport : Ein Stadion sucht einen Namen

Leipzigs WM-Arena ist so gut wie fertig

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Leipzig – Einen Tag vor dem Länderspiel Deutschland gegen Kamerun, das am kommenden Mittwoch stattfindet, wird das Leipziger Zentralstadion betriebsbereit übergeben. „Wir liegen auch finanziell voll im Budgetplan und genau im Finanzvolumen der Stadt Leipzig“, sagte Otto Schlörb, der Berater von Stadioninvestor Michael Kölmel. Die Spielstätte für die FußballWeltmeisterschaft 2006 erfülle nach einer gründlichen Nachbesserung nun alle Anforderungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für Bundesliga- und Länderspiele. Für das Länderspiel am kommenden Mittwoch ist das Stadion mit 44 200 Plätzen längst ausverkauft.

Im Hinblick auf den Konföderationen-Pokal 2005 sowie die WM 2006 muss die nun insgesamt 116 Millionen Euro teure Arena allerdings gemäß der strengen Fifa-Auflagen (Sicherheit und Kommunikation) noch ausgebaut und entsprechend ausgestattet werden. Hinzu kommen bauliche Maßnahmen zur Optimierung von Attraktivität und Nutzbarkeit. Die Mehrkosten für diese Erweiterungen belaufen sich auf insgesamt 26 Millionen Euro, von denen der Investor Michael Kölmel schon 17 Millionen bereitgestellt hat. Die Stadt will die restlichen neun Millionen beisteuern. Dafür ist jedoch noch ein Beschluss des Stadtrats notwendig.

Wie Kölmel-Berater Schlörb betonte, steht ein Weiterverkauf der einzigen ostdeutschen WM-Spielstätte nicht auf der Tagesordnung. Ausgeschlossen wird er allerdings „bei einem rundum zufriedenstellenden Angebot“ nicht, „wir sind aber nicht auf Investor-Suche“. Es gibt aber schon erste Interessenten für eine Namensänderung des Stadions. „Dieses Thema müssen wir angehen. Denn damit können wir die weniger als eine Million Euro Zinsen pro Jahr finanzieren. Das Mehrpotenzial könnte dann dem Leipziger Fußball zugute kommen“, sagte der Münchner Berater.

Um eine bessere Auslastung des Stadions zu gewährleisten, plant Kölmel, dessen Unternehmen Sportwelt nicht in die Insolvenz muss, eine neue Initiative im Sportbereich. Da zum Gesamtareal im Sportforum auch die Arena Leipzig als Mehrzweck-Halle zählt, ist künftig auch ein Engagement der Kölmel-Gruppe im Handball und Basketball geplant. Denn eine gut ausgelastete Arena Leipzig trägt die Betriebskosten für das Stadion mit. Für das kommende Jahr rechnen die Verantwortlichen mit rund 700 000 Zuschauern im neuen Stadion. dpa

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