Sport : Ein starkes Team bei Mailand - San Remo hinter Erik Zabel

Die Zeichen stehen auf Sieg Nummer drei. Die "Gazzetta dello Sport" hat Erik Zabel zusammen mit Laurent Jalabert am Sonnabend beim Weltcup-Auftakt Mailand - San Remo auf der Poleposition ausgemacht. Der verhinderte Mannschafts-Kollege Jan Ullrich bescheinigt seinem Vize-Chef im Team Telekom "die Form, um siegen zu können". Teamleiter Walter Godefroot kann Zabel "die stärkste Mannschaft zur Seite stellen, die wir im Frühjahr je gehabt haben". Alles ist bereitet, damit der 29-jährige nach 294 km auf der Via Roma in San Remo zum dritten Mal nach 1997 als umjubelter Sieger über den Zielstrich fährt. Einen vergleichbaren Triumph in dem seit 1907 gefahrenen Frühjahrs-Klassiker verbuchte vor 21 Jahren der Belgier Roger de Vlaeminck.

So viel Erfolgsdruck macht den Buckel von Erik Zabel nicht krumm. "Die Form ist okay, die Ergebnisse noch besser, und alle sind relaxed", gab sich der Favorit für Samstag, der in dieser Saison bei kleineren Rennen schon fünf Mal als Erster im Ziel war, betont locker. Auch wenn ihm der Erfolg wie im Vorjahr von Andrej Tschmil wieder vor der Nase weggeschnappt werden sollte, will Zabel nicht verzweifeln. Angeblich will er die gesamte Weltcup-Saison im Frühjahr mit der gleichen Lust und Laune angehen wie sein erklärtes Lieblingsrennen an die Blumenriviera: "Wenn es am Sonnabend nicht klappt, kommen im April ja noch andere Klassiker."

Zwei Tage vor dem Start vor der katholischen Universität in Mailand bekommt Zabel ein nagelneues Dienstfahrzeug. Der Telekom-Ausrüster Fausto Pinarello erfreut den gebürtigen Berliner in jedem Jahr mit einem Prototyp. "Das ist so Tradition", verriet Zabel. Eine Extratrainingsrunde über 50 km legte Zabel am Dienstag nach der 220 km langen Etappe bei Tirreno - Adriatico noch auf dem "alten" Rad zurück. Anders als der Veranstalter hat Zabel außer dem Weltranglisten-Ersten Jalabert (Sieger 1995) noch andere Aspiranten auf den Sieg im ersten von zehn Weltcup-Rennen ausgemacht: Weltmeister Oscar Freire (Spanien) und Gabriel Colombo aus Italien (Sieger 1996). Damit die nicht zum Zuge kommen, setzt der Telekom-Kapitän auf die ortskundigen Alberto Elli und Gian-Matteo Fagnini. Dazu unterstrichen zuletzt besonders der Kasache Alexander Winokurow, Kai Hundertmarck (Kelsterbach), Steffen Wesemann (Wolmirstedt) und Jan Schaffrath (Berlin) Topform.

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