Sport : Ein Stück Zukunft

Die Verbindung zwischen Europaliga und NBA wird immer enger

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Als Marco Baldi am Montag durch Rom fuhr, hatte er den angenehmsten Teil seiner Reise noch vor sich: das Eröffnungsspiel der BasketballEuropaliga zwischen Virtus Rom und dem FC Barcelona. „Es ist schön, ein Spiel mal ganz entspannt zu sehen“, sagte der Vizepräsident von Alba Berlin. Was ihn freudig stimmte, war das, was er zuvor bei der Generalversammlung der Europaliga gehört hatte. Baldi sagte: „Es ist wieder ein Stück Zukunft da.“

Nicht nur, dass die finanziellen Probleme der Europaliga vor einer Lösung stehen. Auch die Verbindung der Europaliga der Union Europäischer Basketballligen (Uleb) mit der nordamerikanischen Profiliga NBA wird immer enger. Jordi Bartomeu, der spanische Commissioner der Europaliga, informierte in Rom die Vereinsvertreter, dass es gegenwärtig Gespräche mit dem NBA-Commissioner David Stern gebe. Darin verhandeln beide Seiten über die Art und Weise einer Zusammenarbeit in naher Zukunft.

Die Europaliga erhofft sich dadurch eine weitere Professionalisierung. Auch die NBA könnte von einer stärkeren Zusammenarbeit profitieren: Schon länger plant die beste Basketballliga der Welt, nach Europa zu expandieren. Die NBA, deren Gewinn in den USA rückläufig ist, könnte sich in Europa neue Märkte erschließen. Wie aber eine europäischer Ableger aussehen könnte, ob es eine eigene Liga, eine eigene Conference oder auch nur einige Teams geben wird, ist noch völlig unklar. Auch ist eine Verbindung mit der Europaliga denkbar, um deren Struktur und Know-how zu nutzen. Beide Sportsysteme sind immer noch sehr unterschiedlich.

Das mussten zuletzt die Detroit Pistons erkennen. Der NBA-Klub hatte sich die Rechte am Serben Darko Milicic gesichert. Bei dieser alljährlichen Talentverteilung bekamen die NBA-Klubs normalerweise die Talente, ohne eine Ablösesumme zahlen zu müssen. Amerikanische Basketballer spielten in der Regel zuletzt für ein College. Doch Milicic hatte noch einen bis 2009 laufenden Vertrag mit seinem alten Klub Hemofarm Vrsac. Dieser nutzte das und forderte eine Ablösese von zehn Millionen Dollar. Am Ende sollen die Pistons rund drei Millionen gezahlt haben. Vor solchen Problemen will sich die NBA künftig schützen.ben

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