Sport : Ein Trainer steigt auf

Labbadia wird Skibbes Nachfolger in Leverkusen

Leverkusen - Eine Überraschung war das schon, was da gestern Nachmittag bei Bayer Leverkusen verkündet wurde. Bruno Labbadia ist neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten. Dabei waren doch ganz andere Namen für die vakante Stelle als Übungsleiter im Spiel gewesen. Besonders der ehemalige Schalker Trainer Mirko Slomka wurde als Mann für die Betreuung der Leverkusener gehandelt. Doch nun tritt der 42 Jahre alte Labbadia beim Fußball-Bundesligisten die Nachfolge von Michael Skibbe an. Labbadia saß zuletzt auf der Trainerbank des fränkischen Zweitligisten Greuther Fürth. Sein Leverkusener Vorgänger Skibbe war vor fünf Tagen entlassen worden, weil Bayer 04 Leverkusen als Tabellensiebter das Europacup-Ziel verfehlt hatte.

„Das ist eine große Herausforderung und für mich der nächste Schritt“, sagte Labbadia bei seiner Vorstellung am Montag. Der aus Italien stammende Labbadia hat als Fußball-Profi zwei Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft und insgesamt 328 Bundesliga-Einsätze unter anderem für den FC Bayern München, Werder Bremen und den 1. FC Kaiserslautern bestritten. Leverkusen ist seine dritte Trainerstation. Erste Erfahrungen als Coach sammelte er von 2003 bis 2006 in Darmstadt. Die Spielvereinigung Greuther Fürth, die er am 1. Juli 2007 übernommen hatte, schloss die Saison trotz hoher personeller Fluktuation mit einem respektablen 6. Tabellenplatz ab. „Wir haben einen Trainer gesucht, der unbelastet ist und zu unserem Spielsystem passt“, begründete Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser die Entscheidung des Klubs.

Dem Wechsel nach Leverkusen gingen schwierige Verhandlungen voraus, weil sich Fürth-Präsident Helmut Hack lange gegen einen Wechsel des vertraglich gebundenen Labbadia ausgesprochen hatte. Der neue Hoffnungsträger der Leverkusener war bereits in den vergangenen Tagen neben Mirko Slomka und Morten Olsen als Skibbe-Nachfolger gehandelt worden. dpa

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