Sport : Ein wichtiges Tor und ein neuer Spieler

Hannover 96 gewinnt gegen den 1. FC Nürnberg mit 1:0 und verpflichtet Stürmer Diouf.

Hannover - Hannover 96 hat eine alte Tugend neu entdeckt. Die Effektivität, die die Niedersachsen in der vorigen Saison bis in die Europa League führte, ist zurück. „Zwei Chancen, ein Tor, so wollen wir ihn weiterhin sehen“, sagte Trainer Mirko Slomka über seinen Stürmer Mohammed Abdellaoue. Der Norweger sorgte am Freitagabend nach 18 Minuten mit seinem zehnten Saisontor für den 1:0 (1:0)-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg.

Slomkas Mannschaft ist in der Fußball-Bundesliga nun seit sechs Begegnungen unbesiegt und hat den sechsten Platz wieder im Visier. „Das war ein wichtiger Sieg. Unsere Situation ist stabil“, sagte Klubchef Martin Kind. Als Gast in seiner Loge verfolgte Stürmer Mame Biram Diouf aus dem Reserveteam von Manchester United den 96-Erfolg gegen einen Gegner, der erst nach der Pause aktiv am Spiel teilnahm. Am Samstagnachmittag unterschrieb der Senegalese dann einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014. Der 24-Jährige soll künftig dem Angriffsspiel des Europa-League-Teilnehmers noch mehr Schwung verleihen. „Ich bin froh, dass wir mit Mame Diouf eine zusätzliche Alternative für den Angriff haben“, sagte 96-Trainer Mirko Slomka. In der laufenden Saison kam Diouf bei Manchester United zu sechs Einsätzen in der Reserve League, dort erzielte der dreimalige Nationalspieler sieben Tore.

Trotz klarer Dominanz im ersten Durchgang und mehrerer nicht zwingender Kontermöglichkeiten in der zweiten Hälfte sprang nicht mehr als das Tor von Abdellaoue heraus. „Es war ein wundervoller Angriff“, sagte der 26-Jährige und bedankte sich bei seinen Kollegen Lars Stindl und Sergio Pinto, die das Tor des Tages glänzend vorbereitet hatten.

Einen unermüdlichen Antreiber wie Pinto, mit dem er schon in Aachen zusammengearbeitet hatte, besaß Dieter Hecking nicht. Nürnbergs Trainer ärgerte sich mächtig über Schiedsrichter Marco Fritz, der viel pfiff, eine umstrittene Attacke von Hannovers Verteidiger Emanuel Pogatetz im Strafraum gegen Philipp Wollscheid aber nicht ahndete. „Das war eine klare Tätlichkeit. Es hätte einen Elfmeter und eine Rote Karte geben müssen“, schimpfte Hecking.

Seine Mannschaft bekam erst in der zweiten Halbzeit Zugriff auf das Spiel und erarbeitete sich einige wenige Gelegenheiten. „Eine Riesenchance war aber nicht dabei“, sagte Torhüter Raphael Schäfer selbstkritisch. „Über 90 Minuten war es nicht das, was wir uns vorgenommen hatten.“ Die Hoffnung der Franken, sich durch einen dritten Sieg in Serie vorzeitig aus dem Abstiegskampf verabschieden zu können, erwies sich als trügerisch. „Keiner kann sich sicher fühlen“, sagte Schäfer.dpa/dapd

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