Eine Chance für alle : Erster Test für Herthas neuen Trainer Skibbe

Nach dem Balltraining folgt ein erstes Testspiel unter dem neuen Trainer Michael Skibbe. Gegen den VfL Osnabrück am Freitag ist das Ergebnis allerdings nur Nebensache.

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Michael Skibbe (im Bild hinten) will beim Test gegen Osnabrück ganz genau hinschauen.
Michael Skibbe (im Bild hinten) will beim Test gegen Osnabrück ganz genau hinschauen.Foto: dapd

Der neue Chef kommt so langsam an bei Hertha BSC. Drei Tage lang hat Michael Skibbe sein Personal viel mit dem Ball machen lassen, um sich so einen guten Eindruck von seinen Bundesliga-Profis zu verschaffen und nicht, wie Angreifer Pierre-Michel Lasogga sagt, „weil es uns Spielern mehr Spaß macht zu spielen, als an der Fitness zu arbeiten“. Die Phase des gegenseitigen Kennenlernens ist für den Nachfolger von Markus Babbel erfreulich lang. Vor dem Rückrundenstart am 21. Januar mit dem Auswärtsspiel in Nürnberg liegt ja auch noch das Trainingslager in der Türkei, bereits am Sonnabend fliegt Hertha nach Belek. Dort will Skibbe dann Einzelgespräche führen – mit allen Spielern.

In drei Tagen Hertha war für Skibbe „jedes Training interessant“. Er habe bereits erste Stärken und Schwächen bei seinen neuen Spielern erkannt und sehe eine sehr motivierte Mannschaft. Denn bei einem neuen Trainer seien ja nun nicht die alten Rollen im Team verbindlich die neuen. Die, die ihren Stammplatz auch unter Skibbe sicher haben sollten, halten sich zurück mit der Einschätzung ihres neuen Chefs. „Das Training macht sehr viel Spaß, die ersten Eindrücke sind sehr gut“, sagt Andreas Ottl. Der neue Trainer greife weit mehr in die Arbeit auf dem Platz ein als sein Vorgänger Babbel. Aber was nun wirklich erheblich anders sei, das könne man doch erst in vielleicht zwei Wochen sagen.

Skibbe will heute beim Testspiel gegen den VfL Osnabrück im Amateurstadion (14.00 Uhr, der Eintritt ist frei) allen eine Chance geben – nur Torwart Thomas Kraft wird geschont. „Wir spielen beide Halbzeiten mit verschiedenen Mannschaften“, sagt er. „Die werde ich bunt durchmischen, alle sollen sich zeigen können.“ Michael Skibbe freut sich sehr auf sein erstes Spiel als Hertha-Trainer, das Ergebnis gegen den nach der Hinrunde in der Dritten Liga nur auf Platz acht liegenden Traditionsverein sei natürlich Nebensache. „Wahrscheinlich hat das Spiel für den Gegner eine größere Bedeutung als für uns“, sagt Skibbe. So sei das eben bei einem Drittligisten, wenn er auf einen Bundesligisten treffe.

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